Fußball

Pirmin Strasser: Auf die Sonnenseite gefallen

Ex-Grödig-Torhüter Pirmin Strasser feiert in Neuseeland Weihnachten am Strand und hat die Teilnahme an der FIFA-Club-Weltmeisterschaft im Visier.

Derzeit haben bei Fußballern wieder Urlaubsfotos aus dem sonnigen Süden Saison. Pirmin Strasser kann darüber milde lächeln: "Von mir daheim sind es fünf Minuten zum Strand", sagt der Ex-Grödig-Torhüter. Seit dem heurigen Sommer spielt er bei Waitakere United in Neuseeland.

Nach zwei schwierigen Jahren beim Salzburger Bundesligaclub ist der 26-Jährige nun auf die Sonnenseite des Lebens gefallen: "Weihnachten mit Badehose am Strand statt mit Punsch am Christkindlmarkt ist einmal ganz was anderes." Und auch sportlich muss er sich der gebürtige Linzer nicht mehr Abstiegskampf in Österreich beschäftigen, sondern mit der Aussicht auf Champions League. Zwar nur die Königsklasse der ozeanischen Nationen, aber mit reizvollen Aussichten: "Die Clubs aus Neuseeland dominieren diesen Bewerb. Der Sieger spielt bei der FIFA-Club-WM."

Gibt es also 2017 das Duell Pirmin Strasser gegen Cristiano Ronaldo? "Da ist es noch ein weiter Weg hin", relativiert der Torhüter. In der Liga liegt Waitakere - der Club ist in einem Vorort von Auckland beheimatet - zur Halbzeit auf Platz fünf und hat drei Zähler Rückstand auf Tabellenführer Team Wellington. Strasser ärgert sich über leichtfertig vergebene Punkte im letzten Spiel: Gegen Wellington Phoenix gab es nach einer 2:0-Führung bis zur 89. Minute am Ende nur ein 2:2.

Schon am 8. Jänner geht es weiter, bei einem Erreichen des Play-off-Finales im März würde gleich im Anschluss die Champions League folgen. "Dann muss man schauen, wie es weitergeht", sagt Strasser. Denn mittlerweile sind auch Clubs aus der deutlich stärkeren australischen Liga auf ihn aufmerksam geworden.

In jedem Fall kann Pirmin Strasser schon jetzt zufrieden bilanzieren: "Ich bereue nicht, den Schritt hierher gemacht zu haben." Es hatte zuvor auch andere Angebote für ihn gegeben, ehe der Salzburger Berater Frank Schreier die Option Neuseeland aus dem Hut zauberte. "Anfangs war ich skeptisch", gibt Strasser zu. Überzeugt hat ihn nicht zuletzt seine Lebensgefährtin Christiane. Die Mozarteums-Absolventin (Musik und Tanz) begleitete ihn und verdient ihr Geld mit Modeljobs. "Wir wollen die freie Zeit nützen und viel vom Land sehen", sagt Pirmin. Was er bisher auf Reisen schon sah, hat ihn bestätigt: "Neuseeland ist ein einzigartiges Land. Ich denke, ich habe es nicht schlecht erwischt . . ."

Zur Person

Pirmin Strasser (16. Oktober 1990) begann seine Torwartkarriere im Nachwuchs des LASK in Linz. Über die SV Ried kam er 2010 erstmals zum SV Grödig, wo er maßgeblich zum Aufstieg in die Erste Liga beitrug. Danach verbrachte der U21-Teamtorhüter drei Jahre bei UD Almeria in Spanien, wo ihn eine hartnäckige Rückenverletzung zu einer längeren Auszeit zwang. Nach seiner Rückkehr musste sich Strasser in Grödig mit der Nummer-zwei-Position hinter Cican Stankovic begnügen, ehe er in der Saison 2015/16 in 13 Bundesligaspielen zum Einsatz kam.

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