Fußball

Premier League in Wintertransferzeit erstmals mit Überschuss

Trotz Ausgaben von rund 215 Millionen Pfund (249,7 Mio. Euro) haben die Vertreter der Premier League die Übertrittszeit im Winter mit einem Gewinn abgeschlossen. Dies geht aus einer Analyse der Beratungsgesellschaft Deloitte vom Mittwoch hervor. Möglich gemacht haben dies in erster Linie Wechsel nach China sowie der kontroverse Transfer von Dimitri Payet nach Marseille.

Payet spülte Geld in die Kassen von West Ham.  SN/APA (AFP)/ANNE-CHRISTINE POUJOUL
Payet spülte Geld in die Kassen von West Ham.

Laut Deloitte haben die 20 Premier-League-Vertreter in der Dienstag zu Ende gegangenen Transferzeit in Summe 40 Mio. Pfund (46,45 Mio. Euro) mehr eingenommen als ausgegeben. Dies sei erstmals in der Geschichte der weltweit finanzkräftigsten Liga passiert. Hohe Einnahmen erzielten Chelsea und Watford mit den Wechseln von Oscar (60 Mio. Euro) und Odion Ighalo (24 Mio. Euro) nach China. West Ham einigte sich mit Marseille auf 30 Millionen Euro für Payet, der seinen Transfer erzwungen hatte.

Dennoch investierten die Premier-League-Clubs im Winter die zweithöchste Summe in Zugänge nach 2011 (225 Mio. Pfund). Die Hälfte davon machten Vereine der letzten sechs der Tabelle flüssig. Die Top-Sechs investierten indes nur marginal in ihre Kader. So holte Arsenal nach einem Probetraining um 40.000 Pfund (rund 46.450 Euro) den 20-jährigen Linksverteidiger Cohen Bramall von Siebentligist Hednesford Town.

Dem Kaufrausch auf der britischen Insel nahe kam nur die chinesische Super League. Bisher haben deren Vereine rund 200 Millionen Euro investiert. Sie können noch nachlegen, das dortige Winter-Transferfenster ist noch bis zum 28. Februar geöffnet.

Quelle: Apa/Ag.

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