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Prohaska sahen in Tiflis noch doppelt so viele wie Messi

Eine bewegte Geschichte hat der Schauplatz des WM-Qualifikationsspiels zwischen Georgien und Österreich hinter sich. Einst fasste die Arena 100.000 Zuschauer.

Prohaska sahen in Tiflis noch doppelt so viele wie Messi SN/gepa
Herbert Prohaska spielte schon 1978 am Schauplatz des WM-Quali-Spiels zwischen Georgien und Österreich.

Nach der "Invasion" in Paris mit rund 30.000 Österreichern beim Spiel gegen Island geben es die rotweißroten Anhänger beim Start in die WM-Qualifikation wieder etwas bescheidener. Rund 200 Österreicher feuern am Montag ihr Team an, wobei das von Wien rund 2300 Kilometer entfernte Tiflis eine gewisse Herausforderung an Reisefreudige stellt. Direktflüge gibt es keine, so dass die Fanscharen über Kiew, Istanbul und sogar Riga kommen.

Was die Besucher in Tiflis erwartet, ist eine aufstrebende Stadt, die mit aufregender moderner Architektur demonstrieren will, dass sie die Vergangenheit als Sowjetrepublik und dann als Hort der Korruption hinter sich lassen will.

Kaum mehr wieder zu erkennen war auch für ORF-Analytiker Herbert Prohaska das Boris-Paichadze-Stadion. Als er 1978 mit Austria Wien im Europacup-Halbfinale hier gegen Dynamo Moskau spielte (in der Hauptstadt war es damals zu kalt), hieß es noch Lenin-Stadion und fasste 100.000 Besucher. Heute sind es halb so viele, dafür genossen 2015 im UEFA-Supercup zwischen Bracelona und FC Sevilla sogar Lionel Messi und Co. höchsten Komfort.

Aufbruchstimmung zeigt auch Georgiens Verband mit jungem Personal: ÖFB-Chef Leo Windtner begrüßte einen erst 39-jährigen Präsidentenkollegen. Lewan Kobiaschwili hat erst vor zwei Jahren sein letztes Spiel für Hertha BSC Berlin in der Bundesliga bestritten.

Quelle: SN

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