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Rapid startet gegen "Lieblings-Heimgegner" Ried in die Liga

Österreichs Rekordchampion SK Rapid Wien startet die Jagd auf den 33. Meistertitel der Club-Geschichte, den ersten seit 2008, am Samstag (16.00 Uhr) im Bundesliga-Auftaktspiel im neuen Allianz Stadion gegen die SV Ried. Im Anschluss will Salzburg die bisher makellose Saisonbilanz bei Sturm Graz weiter ausbauen. Bei Altach gegen den WAC geht es um einen gelungenen Saisonstart, verlieren verboten.

Rapid startet gegen "Lieblings-Heimgegner" Ried in die Liga SN/APA (Archiv)/HANS PUNZ
Rapid will auch beim Pflichtspiel-Heimdebüt jubeln.

Die Gäste aus dem Innviertel sind der "Lieblings-Heimgegner" der Hütteldorfer, haben sie doch noch nie bei den Grün-Weißen gewonnen. Bisher 38-mal gastierten die Rieder seit ihrer ersten Bundesliga-Saison 1995/96 in der Meisterschaft bei Rapid und mussten dabei gleich 30 Niederlagen einstecken. Acht Mal holten sie immerhin einen Punkt. "Gegen Rapid sind wir sicher nicht der Favorit, aber wir wollen auch auswärts endlich einmal gewinnen. Das Schöne ist, dass von uns in diesem Spiel nichts erwartet wird", betonte Ried-Kapitän Thomas Gebauer vor dem Auftaktmatch, zu dem mehr als 20.000 Zuschauer erwartet werden.

Auch die Erwartungshaltung an die Hausherren ist klar, nachdem das Liga-Auftaktspiel im Vorjahr zu Hause gegen Ried 3:0 gewonnen worden ist. "Wer Favorit ist, darüber braucht man nicht reden. Wichtig ist es, auf den Punkt da zu sein. Wir wollen die Leute von Beginn an auf unsere Seite ziehen und mit drei Punkten starten", sprach Rapid-Sportdirektor Andreas Müller Klartext. Für den neuen Trainer Mike Büskens ist es das Pflichtspiel-Heimdebüt.

Bei Rapid fehlen Kapitän Steffen Hofmann, der nach seinem Meniskuseinriss im rechten Knie noch einige Wochen ausfallen wird, sowie Matej Jelic (Muskelbündelriss im linken Oberschenkel) und Andreas Kuen (soll im August ins Mannschaftstraining einsteigen). Ried-Trainer Christian Benbennek stand zuletzt mit Ausnahme von Gernot Trauner der gesamte Kader im Training zur Verfügung.

Im Anschluss startet Meister Salzburg die Titelverteidigung mit dem Erstrundenhit bei Sturm. Eingezwickt zwischen zwei Qualispielen zur Champions League innerhalb von acht Tagen wollen die "Bullen" ihre makellose Saisonbilanz weiter ausbauen. Mit dem Hinweis auf die Frühjahrs-Bilanz gegen Sturm warnte Trainer Oscar Garcia freilich vor den "Blackys". "Da haben wir gegen Sturm Graz nur einmal gewinnen können", erinnerte sich der im Winter gekommene Oscar an ein 0:0 in Graz und ein 1:1 im Heimspiel.

"Wir wissen also genau, wie schwierig es ist, bei Sturm zu spielen. Daher müssen wir uns sehr auf dieses Spiel konzentrieren und dürfen nicht an andere Partien denken", meinte der Spanier, der seine Truppe vier Tage nach dem Aufstieg in die dritte Runde der CL-Quali aufs Neue fokussieren muss. Wohlwissend, dass drei Tage danach in Albanien der nächste internationale Auftritt bevorsteht.

"Ich habe trotz vieler Wechsel im Sommer Vertrauen in die Mannschaft, erkenne viele gute Ansätze, diese wollen wir morgen auch sehen", forderte Sturm-Coach Franco Foda. Ob der Deutsche Christian Schulz schon im Kader steht, bleibt laut Foda abzuwarten. Ähnliches gilt für Stefan Hierländer. "Beide sind sehr spät zu uns gekommen, machen aber einen sehr guten Eindruck", meinte Foda, der zumindest einen der beiden in den Kader holen wollte.

Nicht mit von der Partie ist bei Salzburg Innenverteidiger Paulo Miranda, der sich in Liepaja einen doppelten Bänderriss bzw. Riss des Syndesmosebandes im rechten Knöchel zuzog. Und Flügelstürmer Wanderson steht zumindest bis Montag in puncto Spielberechtigung noch in der Warteschleife.

Den Ligaverbleib möglichst rasch fixieren und sich im Erfolgsfall vorne festkrallen: Mit Altach und WAC treffen zum Saisonstart zwei Clubs mit ähnlichen Ambitionen aufeinander. Der Saisonstart sei richtungsweisend, betonen beide Trainer. Altachs Damir Canadi deutet eine Übergangssaison an. "Wir wollen uns verbessern, noch weiter ans obere Mittelfeld herankommen. Wir wollen zur Stelle sein, falls vorne jemand schwächelt", betonte der Altach-Trainer.

Die Kärntner Eigendefinition ist ähnlich. "Wir müssen schauen, dass wir stabil sind und uns wieder hineinarbeiten", sagt WAC-Coach Heimo Pfeifenberger. Seine Mannschaft sei nicht so spielstark, der Fokus liege auf der Defensive. "Das ist die Überlebensbasis", betont Pfeifenberger. Am Samstag fehlen mit Stephan Palla, Jacobo und Mihret Topcagic wichtige Akteure.

Quelle: APA

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