Fußball

Rapid strebt ersten Sieg über Austria im Allianz Stadion an

Rapid hofft am Sonntag zum Frühjahrsauftakt der Fußball-Bundesliga im vierten Anlauf auf den ersten Derbysieg über die Austria im Allianz Stadion. Derzeit steht die Bilanz gegen den Erzrivalen in der neuen Arena bei zwei Niederlagen und einem Unentschieden - sehr zum Leidwesen von Trainer Goran Djuricin.

Rapidler wollen auch im Heimstadion jubeln SN/APA (Expa/Haumer)/EXPA/THOMAS HA
Rapidler wollen auch im Heimstadion jubeln

Der Wiener wünscht sich für seine Mannschaft und auch für die Fans einen vollen Erfolg. "Wir wollen ein Zeichen setzen", betonte Djuricin. Zuversicht schöpft der 43-Jährige aus der seiner Meinung nach zufriedenstellenden Vorbereitung. "Kreativität und Schwung sind da, alle sind motiviert - jetzt freuen wir uns auf das Derby."

Durch die Rückkehr von Thomas Hickersberger als Assistenztrainer habe man zusätzliche Fortschritte gemacht, beteuerte Djuricin. "Die Zusammenarbeit mit ihm ist sensationell. Wir haben sehr viel im taktischen Bereich gearbeitet, die Mannschaft hat sich in diesem Punkt sicher weiterentwickelt."

Steigerungspotenzial gebe es vor dem ersten Match des Jahres, für das bis Freitag 25.400 Tickets verkauft waren (1.300 davon im Austria-Sektor), im Vergleich zum Herbst aber auch in einigen anderen Bereichen. "Wir wollen noch dominanter auftreten und effizienter werden. In der Defensive wollen wir noch fleißiger werden, dann wird's im Frühling gut ausschauen", prophezeite Djuricin.

Die Austria kehrt am Sonntag "guter Dinge" in die Arena des Erzrivalen zurück. In drei Liga-Duellen mit Rapid im Allianz Stadion blieben die "Veilchen" bisher ungeschlagen. Das soll nach dem Geschmack der Favoritner auch nach dem Auftaktschlager der Frühjahresmeisterschaft am Sonntag so bleiben. Acht Zähler trennen die Stadtrivalen derzeit, die Austria plant aber die Aufholjagd.

"Wir sind punktemäßig hinten dran. Aber wir haben Selbstvertrauen genug, dass wir sagen, wir können Rapid noch überholen", betonte Trainer Thorsten Fink am Freitag. 16 Spiele bleiben der sechstplatzierten Austria bis Saisonende, um den Sprung in den Europacup noch zu realisieren. Platz vier ist das Ziel, mit einem Sieg im 325. großen Wiener Derby vielleicht noch mehr. "Dann können wir vielleicht noch den dritten Platz erreichen", sagte Fink. "Wir wissen um die Bedeutung des Spiels."

Für die Austria ist das Derby auch eine Standortbestimmung. In der Vorbereitung verlief es resultatsmäßig nicht nach Wunsch, nur eines von sechs Testspielen - ein 6:2 gegen Wiener Neustadt - wurde gewonnen. Fink sah dennoch "nach vorne hin hervorragenden Fußball". Es bleibt aber ein Fragezeichen, inwiefern sich die Abwehr der Violetten nach 29 Gegentoren im Herbst stabilisiert hat.

Mit Michael Madl muss Fink den neuen Abwehrchef aufgrund einer Verletzung (Muskelfaserriss) gleich wieder vorgeben. Abdul Mohammed Kadiri und Rückkehrer Patrizio Stronati dürften Sonntag das Innenverteidiger-Gespann bilden. Links verteidigt der Ex-Rapidler Stefan Stangl, rechts Michael Blauensteiner, da Florian Klein noch nicht Kraft für 90 Minuten hat. Im Tor hat sich Fink für Patrick Pentz als Nummer eins entschieden, Osman Hadzikic bleibt auf der Bank.

Fink versuchte, Optimismus zu versprühen. "Wir haben eine schlagkräftige Mannschaft. Wenn einer ausfällt, haben wir jetzt Spieler dahinter", sagte der Deutsche. "Wir sind guter Dinge", meinte er. "Wir werden topmotiviert ins Spiel gehen und versuchen, dem Gegner die Schneid abzukaufen. Wir wollen zeigen, dass wir eine andere Mannschaft sind als letztes Jahr", sagte Fink auch.

Vergessen werden soll der vergangene Oktober, als die Austria binnen vier Tagen im Happel-Stadion zwei Derby-Niederlagen in Liga und ÖFB-Cup kassierte. Danach erfingen sich Raphael Holzhauser und Co. nicht mehr und rutschten in der Tabelle ab. Am Sonntag winkt immerhin ein Jubiläum. Nur auf Meisterschaftsduelle (292) bezogen hält die Austria derzeit bei 99 Siegen.

Quelle: APA

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