Fußball

Red Bull Salzburg: "Unter Druck stehen wir in jedem Spiel"

Nach der Startniederlage bei Sturm braucht Red Bull Salzburg gleich einen Heimsieg. Aber Trainer Óscar García sieht die Lage entspannt.

Red Bull Salzburg: "Unter Druck stehen wir in jedem Spiel" SN/APA/HERBERT NEUBAUER
Auf seinen Torhüter Alexander Walke (l.) kann sich Salzburg-Trainer Oscar Garcia verlassen.

Im vergangenen Jahr startete Red Bull Salzburg mit zwei Niederlagen in die Fußballsaison. Nach den Pleiten gegen Mattersburg und Rapid herrschte gleich einmal Krisenstimmung. Um eine solche 2016 vor dem Rückspiel in der 3. Runde der Qualifikation zur Champions League am Mittwoch gegen Partizani Tirana gar nicht erst aufkommen zu lassen, brauchen die Bullen morgen, Samstag, zum Heimauftakt gegen Wolfsberg einen Sieg. Salzburg-Trainer Óscar García wirkte vor der Partie gegen die Kärntner aber noch gänzlich entspannt.

"Druck haben wir immer, denn wir wollen jedes Spiel gewinnen", sagte der Spanier, der aber weiß, dass es auch gegen die Truppe von Trainer Heimo Pfeifenberger nicht einfacher werden wird als zuletzt international gegen Tirana. "Ich kann mich an kein einziges leichtes Spiel und an keinen einzigen Gegner in der Bundesliga erinnern, der uns nicht gefordert hat. Daher ist es aus meiner Sicht umso höher einzuschätzen, dass wir in der vergangenen Saison nach dem Punkterückstand noch Meister geworden sind", meinte Óscar García. Ob er am Samstag mit seinem Kapitän und Torjäger Jonatan Soriano, den eine Knöchelprellung behindert, planen kann, das wird sich erst am Spieltag entscheiden. "Jonny konnte die vergangenen zwei Tage nicht trainieren. Wir müssen abwarten, wie sich die Verletzung entwickelt", erzählte der Bullen-Coach. Der Einsatz von Soriano am Mittwoch gegen Tirana ist allerdings nicht gefährdet.

In der vergangenen Saison hatten die Salzburger mit der defensiven Spielweise von Wolfsberg große Probleme. Von den vier Saisonduellen konnte nur eines gewonnen werden. Und das mit dem Minimalergebnis von 1:0. Salzburg-Verteidiger Stefan Lainer hat die Startniederlage schon abgehakt. "Von den Ergebnissen her sind wir bis auf den Ausrutscher in Graz gut in die Saison gestartet. Von fünf Spielen konnten wir vier gewinnen", betonte Lainer.

Wollen die Bullen den Saisonstart noch retten, dann wird es notwendig sein, mehr Chancen als zuletzt zu erarbeiten. Das weiß Óscar García. "Wir müssen das Spiel mit dem Ball verbessern und aggressiver und konzentrierter agieren", erklärte der Spanier. Gegen Sturm hatten die Bullen in den ersten 32 Minuten drei Gegentreffer kassiert. Das hat nichts mit Klasse, sondern mit mangelnder Konzentration zu tun. Aber vielleicht denken die Bullen auch zu sehr an die internationalen Aufgaben. "Alle im Team wissen, wie wichtig es für den Verein ist, zumindest die Gruppenphase in der Europa League zu erreichen", erklärten sowohl Óscar García als auch Lainer. Durchaus möglich, dass spielerisch der Knoten platzt, wenn die Bullen Tirana eliminiert haben und schon in der Gruppenphase der Europa League stehen.

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