Fußball

Red Bull Salzburg: "Wir waren wieder zu dumm"

Nur wenige Minuten trennten Salzburg vom Einzug in die Champions League. Spieler und Trainer zeigten sich in ihren Reaktionen selbstkritisch, haderten aber auch mit Schiedsrichter-Fehlern.

Red Bull Salzburg: "Wir waren wieder zu dumm" SN/APA/KRUGFOTO
Champions League bleibt ein ferner Traum für Duje Caleta-Car und Stefan Lainer.

Auf der Tribüne sah Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz über weite Strecken der Partie eine stark aufspielende Salzburger Mannschaft. Die Gruppenphase der Champions League war zum Greifen nahe. Dieses Ziel hatte Mateschitz bei seinem Einstieg in das Fußballgeschäft 2005 auch als Ziel ausgegeben. Am Ende gab es dann doch wieder lange Gesichter, denn die Bullen waren nach dem Führungstreffer nicht in der Lage, entscheidend nachzusetzen.

Österreichs Meister musste dem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Da nützte es auch nichts mehr, dass Abwehrchef Martin Hinteregger in der Verlängerung neben Jonatan Soriano stürmte. Negativ wirkte sich auch die Verletzung von Routinier Christian Schwegler aus. Erbost meinte der Schweizer nach Spielschluss: "Ich bin jetzt vielleicht ein schlechter Verlierer, aber der Referee hat uns einen Elfer vorenthalten. Unglaublich."

Lazaro: "Warum so negativ?"

Salzburgs Torschütze Valentino Lazaro meinte: "Wir waren wieder zu dumm, dass wir das 1:0 über die Zeit bringen. In die Verlängerung sind wir gegangen, als hätten wir schon verloren. Warum wir so negativ waren, verstehe ich nicht." Trainer Oscar Garcia stellte sich schützend vor sein Team: "Ich bin stolz auf meine Spieler. Wir waren die bessere Mannschaft. Aber wir sind keine Maschinen. Man kann nicht 90 Minuten so spielen wie in der ersten Hälfte. Heute ist der Fußball unfair zu uns gewesen." Kryptisch blieb der Katalane, was seine eigenen Zukunftspläne angeht. Ob er bei einem weiteren Anlauf für die Champions League dabei wäre? "Das hängt auch von den Ambitionen ab, die der Club hat."

Garcia: "Möchte heute niemanden weinen sehen"

Verteidiger Martin Hinteregger brach eine Lanze für den Coach: "Der Trainer hat einen Mega-Job gemacht. Wir sind eine richtig coole Truppe. Der Trainer hat das nach dem Spiel auch ganz klar bewiesen", sagte er auf laola1.at. Garcia hatte sein Team nach Schlusspfiff versammelt und erklärt: "Ich möchte heute niemanden weinen sehen." Er sei stolz, ihr Trainer zu sein und sie sollten erhobenen Hauptes vom Platz gehen.

Mittelfeldspieler Konrad Laimer, der unermüdlich gerackert hatte, sagte: "Meine Leistung spielt keine Rolle. Die Mannschaft hat alles gegeben. Es tut umso mehr weh, wenn man so verliert. Wir haben alles Mögliche reingeworfen. Wir wollen das abhaken. Für mich gibt es kein eindeutigeres Handspiel. Es gibt nichts Peinlicheres, wenn man das bei so einem Spiel nicht sieht. Es ist schwierig und tut weh, aber was soll man machen? Wenn wir das 2:0 machen ist wahrscheinlich alles vorbei. Wir müssen daraus lernen."

Quelle: SN

Aufgerufen am 21.09.2018 um 03:48 auf https://www.sn.at/sport/fussball/red-bull-salzburg-wir-waren-wieder-zu-dumm-1128472

Schlagzeilen