Red Bull Salzburg

Bullen-Gegner stürzt tiefer in die Krise

In den vergangenen zwei Monaten feierte Europa-League-Gegner Real Sociedad nur einen Sieg. Trainer Eusebio Sacristán steht inzwischen vor der Ablöse, was Red Bull Salzburg durchaus in die Karten spielt.

Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund und Geschäftsführer Stephan Reiter beobachten die Entwicklung von Real Sociedad genau.  SN/GEPA pictures
Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund und Geschäftsführer Stephan Reiter beobachten die Entwicklung von Real Sociedad genau.

Einen mutigen Auftritt verspricht Fußballmeister Red Bull Salzburg im Sechzehntelfinale der Europa League. "Wir werden uns bestimmt nicht als Außenseiter darstellen", sagte Bullen-Trainer Marco Rose im SN-Interview. Und das hat gute Gründe: Zum einen sieht Rose seine Mannschaft für ihre internationale Reifeprüfung am 15. (auswärts) und 22. (heim) Februar gerüstet, zum anderen rutscht Bullen-Gegner Real Sociedad immer tiefer in die Krise.

Der spanische Club aus San Sebastian musste sich am Sonntag, dem 20. Spieltag der Primera Division, Celta Vigo mit 1:2 (1:1) geschlagen geben. Real Sociedad kassierte damit die dritte Liga-Niederlage in Folge. Dabei gelang durch Willian Joses wie schon eine Woche zuvor beim 2:4 (2:1) gegen den FC Barcelona der Führungstreffer, doch dann brach die Mannschaft abermals ein. Seit Mitte November feierte Real Sociedad nur einen Sieg, damit dümpelt der Club in "La Liga" in den Untiefen umher (Platz 15). Immerhin hält sich die Abstiegsgefahr in Grenzen, La Coruña hat als erstes Team unter dem Strich sieben Punkte weniger auf dem Konto. Das ist allerdings nur ein schwacher Trost für eine Mannschaft, die eigentlich um die internationalen Startplätze spielen wollte.

Inzwischen ist Trainer Eusebio Sacristán schwer angezählt. "Sein Spielsystem und seine Methoden werden hinterfragt", schreibt die lokale Presse in San Sebastian über den Spanier, der in 20 Ligaspielen nur sechs Siege feiern durfte. Ob er im Duell mit Salzburg noch auf der Betreuerbank sitzt, ist fraglich und bezweifelt mittlerweile auch Bullen-Sportdirektor Christoph Freund. Man habe Real Sociedad bis dato nicht beobachten lassen, weil man nach einem Trainerwechsel womöglich völlig andere Eindrücke gewinnen könne, sagte Freund zum Abschluss von Salzburgs Trainingswoche in Estepona.

Eusebio Sacristán trotzt vorläufig noch der Krise und meinte: "Bei uns wiederholen sich widrige Umstände, die es uns nicht erlauben, aus all dem, was wir gut machen, etwas mitzunehmen. Es kann nicht sein, dass wir so hinfallen. Ich glaube dennoch, dass wir fähig sind, diese Situation zu überstehen."

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