Red Bull Salzburg

Red Bull Salzburg ist bereit für Kampf gegen Lazio Rom

Die Niederlage gegen den LASK ist verarbeitet. Die Köpfe der Salzburg-Profis sind schon wieder oben. Trainer Marco Rose bastelt an einer Elf, die Lazio Rom das Leben schwer machen kann.

Stefan Lainer und Ciro Immobile schenkten sich im Hinspiel nichts.  SN/ap
Stefan Lainer und Ciro Immobile schenkten sich im Hinspiel nichts.

Von Niedergeschlagenheit war bei den Fußballprofis von Red Bull Salzburg im Training am Montagvormittag nichts zu erkennen. Im Gegenteil, der gesamte Kader wirkte bei der Übungseinheit hoch konzentriert und irgendwie hatte der Beobachter das Gefühl, dass die Bullen noch fester als zuvor an den Aufstieg in des Semifinale der Europa League glauben. Das Selbstvertrauen hat nicht gelitten, aber Österreichs Meister wird schon eine Glanzleistung zeigen müssen, um am Donnerstag gegen Lazio Rom das 2:4 aus dem Hinspiel wettmachen zu können.

Nach 50 Saisonspielen fehlte den Bullen zuletzt etwas die Frische. Und dennoch sind die Salzburger bereit, Lazio Rom einen großen Kampf zu liefern. Man steht ja nicht jeden Tag in einem Viertelfinale der Europa League. Youngster Xaver Schlager gab auch die Marschrichtung vor. "Wir werden wieder alles rausholen, was noch in uns steckt, und dann schauen wir, dass wir noch eine Runde überstehen." Zumindest zwei Tore müssen die Salzburger am Donnerstag erzielen und dürfen dabei keinen Gegentreffer kassieren, um Lazio noch aus dem Bewerb zu werfen. Beim 0:1 gegen den LASK hatte die Truppe von Trainer Marco Rose aber Probleme, Chancen herauszuarbeiten. Dennoch glaubt Valon Berisha, der nach der Saison den Verein verlassen wird, dass man Lazio noch richtig ärgern kann. "Alles ist noch drin für uns und wir werden alles dafür geben, diesen Schritt noch zu schaffen. Aber es wird schwer."

Gegen Lazio wird Marco Rose auf Berisha und Stefan Lainer, die gegen den LASK eine Pause erhielten, setzen. Mit ihnen sollte auch Salzburgs Offensivspiel an Klasse und Gefährlichkeit gewinnen. Vor allem auf Lainers kraftvolle Vorstöße bauen die Salzburger gegen den Tabellendritten der Serie A. "Im eigenen Stadion müssen wir wieder wie eine Heimmacht auftreten. Abschreiben darf man uns noch nicht. Die Hoffnung lebt und solange die Hoffnung da ist, werden wir alles daransetzen, dass wir aufsteigen", betonte Lainer angriffslustig. Die Einstellung der Bullen, der Einsatz und die Laufbereitschaft stimmten auch bei der zweiten Saisonniederlage in der Bundesliga gegen den LASK. Jetzt heißt es für die entscheidende Phase der Saison, in der die Titel vergeben werden, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren. Marco Rose wird mit Sicherheit die erforderlichen Maßnahmen setzen, um seine Bullen noch einmal richtig aufzubauen.

Der Deutsche bastelt zusammen mit seinen Co-Trainern Rene Aufhauser und Alexander Zickler seit Montag schon an jener Elf, die am Donnerstag das nächste internationale Spektakel bieten soll. Für den gesperrten Diadie Samassekou übernimmt Schlager die Rolle im zentralen, defensiven Mittelfeld. Der unberechenbare, giftige Youngster Hannes Wolf kommt in die Startformation. Der 18-Jährige kann an einem guten Tag für die nötigen Impulse in der Offensive sorgen. Neuen Zug könnte der wieder gesunde Reinhold Yabo am rechten Flügel ins Spiel der Bullen bringen. Der Routinier ist brennheiß auf die Partie, kämpft er doch noch um eine Vertragsverlängerung. Und dann haben die Salzburger noch einen Trumpf in der Hand, der im Hinspiel fehlte: Angreifer Hee-Chan Hwang kann mit seinen schnellen Antritten, der Robustheit den großen Unterschied ausmachen.

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