Red Bull Salzburg

St. Pölten empfängt Austria als Mannschaft der Stunde

Der SKN St. Pölten ist in der noch jungen Saison der Fußball-Bundesliga die Mannschaft der Stunde. Zehn von zwölf möglichen Zählern hat der Prügelknabe der vergangenen Saison bisher geholt. Saisonübergreifend stehen zehn Pflichtspiele in Folge ohne Niederlage zu Buche. Acht davon hat St. Pölten gewonnen. Am Samstag (17.00 Uhr) schickt sich die Austria in der NV Arena an, diesen Lauf zu stoppen.

Trainer Kühbauer will weitermachen wie bisher SN/APA/EXPA/JAKOB GRUBER
Trainer Kühbauer will weitermachen wie bisher

Vor einem Jahr stand St. Pölten nach vier Ligaspielen bei einem einzigen Punkt da, blieb in den ersten 16 Runden sieglos und schaffte erst nach 24 Runden insgesamt zehn Zähler. Heuer ist alles anders. Die Mannschaft von Dietmar Kühbauer eilt von Erfolgserlebnis zu Erfolgserlebnis und hat sich als erster Verfolger des makellosen Titelverteidigers Salzburg positioniert.

"Wir wollen weitermachen wie bisher. Wir wollen ein Gegner sein, der schwer zu bespielen ist", sagte Kühbauer vor dem Duell mit der Austria. Augenscheinlich ist, dass seine Elf vor allem in der Defensive kompakt steht. Die in dieser Saison neu eingespielte Fünferkette hat in drei Auftritten noch keinen Treffer kassiert. Beim 4:3 gegen den WAC agierte St. Pölten in der ersten Runde noch mit einer Vierer-Abwehr.

Beim 2:0 in Innsbruck war Kühbauer dennoch unzufrieden, sprach von "Glück", dass sich die St. Pöltner keinen Gegentreffer eingefangen hatten. "Wir werden auch in Zukunft sicher nicht jeden Gegner an die Wand spielen", stellte der Ex-Internationale fest und spielte der Austria damit die Favoritenrolle zu. Stürmer Rene Gartler merkte indes an: "Es ist nicht alles Glück. Wir haben drei Spiele kein Tor bekommen, das geht nicht nur mit Glück."

Die Austria reist mit einer ausbaufähigen Auswärtsbilanz an. Seit dem 2:0 in Graz am 7. April setzte es in der Ferne fünf Niederlagen in Folge mit 1:8 Toren, schon 300 Minuten haben die Austrianer auswärts kein Tor mehr erzielt. In diesen Negativlauf fällt auch das 0:2 in der NV Arena Ende Mai. "Wir haben in St. Pölten etwas gutzumachen, wollen das Spiel unbedingt gewinnen", erklärte Trainer Thomas Letsch deshalb. Der Deutsche bezeichnete den Gegner jedoch als "harte Nuss".

Beim etwas schmeichelhaften 4:0 gegen die Admira in der Vorwoche erspielte sich die Offensivabteilung der Violetten Selbstvertrauen. Da der offensive Mittelfeldmann Dominik Prokop wieder fit ist, bleibt abzuwarten, welche Formation am Sonntag beginnen wird. Kevin Friesenbichler fehlt voraussichtlich aufgrund einer Erkrankung unter der Woche.

Mit den Angreifern Alon Turgeman, Bright Edomwonyi und Christoph Monschein hat die Austria schnelle Spitzen. Diesen Vorteil wollen die Favoritner nutzen. Gegen die Admira wurden die Räume in der Rückwärtsbewegung jedoch oft nicht geschlossen, Letsch wusste deshalb: "Wir müssen die richtige Mischung finden zwischen einerseits geduldig sein und andererseits im richtigen Moment einen Tempowechsel zu setzen."

Quelle: APA

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