Fußball

Red Bull: "Wir müssen unsere Qualität auch auf dem Platz zeigen"

Der Sportdirektor von Red Bull Salzburg, Christoph Freund, verrät im Gespräch mit den "Salzburger Nachrichten", was er sich von der Frühjahrssaison 2017 erwartet.

Christoph Freund fordert im Trainingslager in Dubai dominante Bullen. SN/gepa pictures
Christoph Freund fordert im Trainingslager in Dubai dominante Bullen.

Bis 31. Jänner bereitet sich Österreichs Fußballmeister Red Bull Salzburg noch in Dubai auf die entscheidende Phase der Saison vor. Die Bullen liegen hinter Altach nur auf Platz zwei. 16 Spiele stehen noch auf dem Programm, um das zu ändern. Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund betonte vor dem 0:0 im Testspiel am Freitag gegen Pakhtakor Tashkent aus Usbekistan energisch: "Der Meistertitel ist ganz wichtig für uns."

Die Vorgaben von Freund an Trainer Óscar García und die Mannschaft sind auch eindeutig. "Ich erwarte, dass wir an die starken Leistungen, die wir in den Spielen Ende der vergangenen Herbstsaison gezeigt haben, anschließen. Dort, wo wir gegen Schalke in der Europa League aufgehört haben, müssen wir beginnen. Wir haben eine sehr gute Qualität im Kader, die wir auch auf dem Platz zeigen müssen", sagte Freund. "Dominant, mit intensivem Pressing muss unser Spiel sein."

Mit St. Pölten, Ried und Mattersburg treffen die Salzburger in den ersten drei Runden 2017 auf Tabellennachzügler. Da könnte der Meister drei Siege einplanen. "Die vermeintlichen Außenseiter sind immer gefährlich. Daher müssen wir von der ersten Sekunde an hellwach sein. Und wenn ich unsere Spieler hier in Dubai im Training beobachte, dann bin ich davon auch überzeugt, dass wir die Startphase erfolgreich gestalten werden", sagte Freund, der auch einen hoch motivierten Trainer sah. "Ich gehe davon aus, dass er seinen Vertrag erfüllen wird." Der läuft bis 2018.

Auch nach den Abgängen von Yordy Reyna, Reinhold Yabo und Dayot Upamecano erscheint der Kader der Bullen noch etwas zu groß. "Zwei Spieler könnten uns noch verlassen", erklärte Freund. "Vielleicht haben wir noch einen Stürmer zu viel dabei." Bis 31. Jänner besteht noch die Möglichkeit, einen Transfer zu tätigen.

Torjäger Dimitri Oberlin muss nicht unbedingt jener Angreifer sein, der verliehen wird. "Dimitri hinterlässt einen starken Eindruck. Das halbe Jahr in Altach hat ihm sehr gut getan. Wir wissen, dass sehr großes Potenzial in ihm steckt", sagte Freund.

Beim Remis gegen den usbekischen Rekordmeister Pakhtakor Tashkent verpasste Oberlin den Siegtreffer in der Schlussphase nur knapp. Nach einem Radoše vić-Pass kam der Youngster aus der Schweiz einen Schritt zu spät. Die beste Möglichkeit der Bullen vergab aber Hee-Chan Hwang. Der Angreifer Hwang knallte vor der Pause den Ball nach guter Vorarbeit von Valon Berisha aus elf Metern über das Tor. Danach scheiterte Berisha mit einem Freistoß aus 18 Metern. Mit dem Remis blieben die Salzburger auch im dritten Testspiel 2017 ungeschlagen. "Wir sind in der Endphase des Trainingslagers, und die Mannschaft wirkte schon sehr müde. Aber auch daraus können wir positive Erkenntnisse ziehen. Für mich die wichtigste war, wie Igor bei seinem ersten Einsatz über 90 Minuten in der Innenverteidigung spielte. Er hat vieles schon sehr gut umgesetzt, und ich freue mich über seine Leistung", sagte Óscar García.

RB Salzburg - P. Tashkent 0:0.

Salzburg: Stankovic; Schwegler (74. Wisdom), Miranda, Igor, Stangl; Schlager (62. Rzatkowski), Laimer, Samassékou (65. Radošević), V. Berisha (74. Lazaro); M. Berisha (76. Minamino), Hwang (65. Oberlin).

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