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Salzburg bangt vor Zagreb-Spiel weiter um Soriano-Einsatz

Fußball-Meister Red Bull Salzburg bangt ausgerechnet vor dem wichtigsten Spiel des Jahres weiter um den Einsatz seines Topstürmers. Kapitän Jonatan Soriano ist für das Rückspiel des Champions-League-Play-offs am Mittwoch (20.45 Uhr/live ORF eins) gegen Dinamo Zagreb fraglich. Seit seiner im Hinspiel (1:1) erlittenen Oberschenkelverletzung hat der Spanier fast ausschließlich regenerativ trainiert.

Salzburg bangt vor Zagreb-Spiel weiter um Soriano-Einsatz SN/APA/KRUGFOTO

Soriano laboriert laut Clubangaben an muskulären Problemen im Oberschenkel. Sein Einsatz dürfte zum Wettlauf gegen die Zeit werden. Im Hinspiel war er beim Stand von 1:0 für die Salzburger durch Fredrik Gulbrandsen ersetzt worden. Der 23-jährige Norweger, der schon am Wochenende in der Liga gegen Mattersburg (3:1) als Solospitze begonnen hatte, dürfte auch gegen Zagreb als erster Soriano-Ersatz bereitstehen.

Der ein Jahr ältere Munas Dabbur ist zwar im Sommer als Schweizer Torschützenkönig zu den Bullen gestoßen, als Mittelstürmer hat der Israeli bei diesen aber noch nicht agiert. Neben Soriano hat Trainer Oscar Garcia, der in Mattersburg zahlreichen Stammspielern eine Pause gönnte, keine größeren Sorgenkinder. Einzig die Langzeitverletzten Paulo Miranda (Knöchel), Marc Rzatkowski (Oberschenkel) und Smail Prevljak (Knie) fehlen.

Bis Montagmittag waren laut Salzburg-Angaben lediglich 14.000 Karten für das Topspiel verkauft. Dabei geht es für die Salzburger erstmals im Entscheidungsspiel vor eigenem Publikum um den Einzug in die Königsklasse. In den acht bisher vergeblichen Anläufen der Red-Bull-Ära (seit 2005) hatte der Club fünfmal die letzte Runde erreicht, dort im Rückspiel aber immer auswärts antreten müssen.

Die Spieler wissen, was am Mittwoch in Wals-Siezenheim auf dem Spiel steht. "Für mich hätte es eine Riesenbedeutung", sagte ÖFB-Teamspieler Valentino Lazaro über den möglichen erstmaligen Einzug in die Königsklasse. "Als ich klein war, hatte ich zwei Ziele - in der Champions League zu spielen und im Nationalteam. Es wäre ein Traum, wenn das mit 20 Jahren Realität wird."

Lazaro hatte im Hinspiel per Kopf seinen ersten Europacup-Treffer erzielt. Es könnte ein besonders wertvoller sein. "Das Auswärtstor war sehr wichtig. Ich war riesig glücklich, dass mir das gelungen ist", sagte der Mittelfeldspieler. Das Tor in die Champions League ist damit offen. "Die Chancen sind gut, aber wir brauchen eine absolute Topleistung."

Seit dem Wochenende gilt der volle Fokus der Salzburger den Kroaten. "Wir werden alles dafür tun, den Traum von der Champions League Wirklichkeit werden zu lassen", versicherte Lazaro. "Für mich ist es das Spiel des Lebens. Wenn man so oft knapp davor war, dann will man es auch schaffen. Jetzt haben wir die große Möglichkeit."

Ein Aufstieg wäre für die Salzburger auch viel Geld wert. 14 Millionen Euro an Fixprämie würden sie alleine für den Einzug in die CL-Gruppenphase kassieren - zwölf Millionen wie jedes andere Team als Startgeld, zwei Millionen für die Teilnahme am Play-off. Dazu kommen noch die noch nicht feststehenden Einnahmen aus dem "Market Pool" der Europäischen Fußball-Union (UEFA).

Sollten die Bullen als Verlierer gegen Zagreb in die Europa League umsteigen, müssten sie sich vorerst mit 5,65 Mio. Euro begnügen. Das Startgeld im zweitwichtigsten Europacup-Bewerb beträgt 2,4 Mio. Euro. Dazu warten drei Millionen für jedes im CL-Play-off unterlegenes Team und 250.000 Euro als Kompensationszahlung für jeden nationalen Meister, der nicht die Champions League erreicht.

Quelle: APA

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