Fußball

Salzburg gastiert in der Südstadt, Rapid in Graz

Das Schlagerspiel der 25. Runde der heimischen Bundesliga steigt am Sonntag in Graz, wenn Sturm Rekordmeister Rapid zu Gast hat (16.30 Uhr). Meister und Tabellenführer Salzburg gastiert am Samstag bei der Admira, der erste Verfolger Altach empfängt Mattersburg und die drittplatzierte Austria hat den WAC zu Gast (alle 18.30 Uhr). Schon ab 16 Uhr empfängt St. Pölten im Abstiegskampf die SV Ried.

Zu wessen Gunsten rollt die Kugel diesmal?.  SN/APA/HANS PUNZ
Zu wessen Gunsten rollt die Kugel diesmal?.

Die Runde beginnt somit mit "Abstiegskampf pur". Die achtplatzierten Gastgeber weisen aktuell vier Punkte Vorsprung auf das Schlusslicht aus dem Innviertel auf, dessen Lage sich im Falle einer Niederlage weiter verschärfen würde. Für die Niederösterreicher hingegen bietet sich die Chance, einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu tun.

"Wir könnten uns nach hinten Luft verschaffen. Aber wir hatten schon letzte Woche die gleiche Gelegenheit und konnten sie nicht nutzen", erinnerte Trainer Jochen Fallmann an die 0:1-Niederlage in Mattersburg. Sein Gegenüber, Rieds Neo-Coach Lassaad Chabbi blickt dem Gastspiel in Niederösterreich optimistisch entgegenblickt: "Das Spiel in St. Pölten wollen wir unbedingt gewinnen. Wir müssen mit breiter Brust auftreten und versuchen, das Spiel zu kontrollieren."

Für den Tabellenvorletzten Mattersburg, der drei Zähler vor Ried liegt, hängen die Trauben von der Papierform her bei der kommenden Aufgabe hoch: Die Burgenländer treten auswärts beim Tabellenzweiten Altach an, und zwar ohne den verletzten Stefan Maierhofer. SVM-Coach Gerald Baumgartner sieht das Gastspiel im Ländle dennoch als Chance, endlich den ersten Auswärtssieg in dieser Bundesliga-Saison einzufahren. "Doch wir wissen auch, dass es schwierig wird, weil die Altacher wenige Tore bekommen und speziell vor eigenem Publikum sehr stark sind." Altach-Coach Martin Scherb zollte dem Gegner im Vorfeld Respekt und sagte: "Das ist kein Spiel Zweiter gegen Neunter, sondern ein absolutes Spiel auf Augenhöhe."

Auf dem Weg zu ihrem vierten Meistertitel in Folge peilen die Salzburger "Bullen" einen Auswärtssieg gegen die Admira an. Der überlegene Spitzenreiter aus der Mozartstadt reist mit der Referenz von zuletzt neun Pflichtspiel-Siegen in Folge nach Niederösterreich, ist aber auch gewarnt - gegen die Südtstädter setzte es die bisher letzte Niederlage. "Sie verteidigen gut und stehen kompakt. Die Spieler kennen sich gut, sie haben ein gutes Mannschaftsgefüge", warnte der Salzburg-Coach nun vor dem kommenden Genger, der punktgleich mit Rapid und dem WAC auf Rang sieben liegt.

Der WAC wiederum kämpft bei der zuletzt launisch agierenden Wiener Austria um Punktezuwachs. Die Vorzeichen sprechen eigentlich gegen beide Teams: Während die "Veilchen" 2017 noch keinen Heimsieg verbuchen konnten, haben die Kärntner alle sieben nach der Winterpause geholten Punkte vor heimischer Kulisse eingefahren. "Es wird Zeit, dass wir zu Hause gewinnen, auch wenn die Durststrecke jetzt nicht so lange ist", sagte Trainer Thorsten Fink nach dem bisher einen Punkt aus zwei Frühjahrs-Heimspielen. Sein Gegenüber Heimo Pfeifenberger weiß zumindest, was seine Mannschaft nicht tun sollte: "Wenn du dich gegen die Austria versteckst, wirst du verlieren."

Austrias Stadtrivale muss am Sonntag auswärts antreten: Rapid bekämpft seine anhaltende Negativserie bei Sturm Graz. Zwei Punkte haben die Hütteldorfer in den vergangenen fünf Runden lediglich eingefahren, 2017 warten sie weiterhin auf ihren ersten Sieg. Auswärts haben die Grün-Weißen in fünf Ligaspielen unter Neo-Trainer Damir Canadi überhaupt noch keinen vollen Erfolg geschafft.

Hoffnung gibt Canadi die Leistung vom vergangenen Sonntag gegen Meister Salzburg (0:1). "Auch wenn es ergebnistechnisch nicht so gut war, die Leistung war sehr gut. Wenn wir so spielen, bin ich überzeugt, dass wir dann auch die drei Punkte einfahren." Auch Sturm-Coach Franco Foda ist die grün-weiße Leistungssteigerung nicht entgangen, er zeigt vor den Rapidlern Respekt: "Sie haben zweifellos große Qualität, aber die heurige Saison zeigt, dass man gewisse Dinge nicht planen kann." Doch auch seine Mannschaft sieht Foda im Aufwind. "Wir haben gegen Altach in einem sehr intensiven Spiel einer Drucksituation standgehalten." Diesen Trend gelte es nun fortzusetzen.

Quelle: APA

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