Spitzenspiel in der Bundesliga

Salzburg visiert im gegen Sturm die Tabellenführung an

Es ist das Duell der Stunde, das am Sonntag (16.30 Uhr) die 15. Runde der Fußball-Bundesliga beschließt. Vor eigenem Publikum kann Meister Salzburg Tabellenführer Sturm Graz mit einem Sieg ablösen, zum ersten Mal in dieser Saison von ganz oben lachen. Wenn es freilich einen Angstgegner gibt, dann ist es Sturm: Die einzige Saisonniederlage setzte es bisher beim 0:1 in Graz.

Sturms Deni Alar gegen Valon Berisha und Duje Caleta-Car SN/APA (Scheriau)/ERWIN SCHERIAU
Sturms Deni Alar gegen Valon Berisha und Duje Caleta-Car

"Wir wollen die Partie gewinnen", stellte Salzburg-Coach Marco Rose klar, verzichtete aber ansonsten auf große Worte: "Es gibt von meiner Seite keine Kampfansage. Meine Jungs sind heiß und freuen sich darauf." Für die Salzburger ist es nach der Länderspielpause der Start in einen wichtigen Block, in dem neben Sturm auch Rapid (16. Runde), Mattersburg (17.) und die Austria (18.) warten. "Da haben wir die Chance, Dinge in die richtige Richtung zu lenken. Es heißt, in diesen Spielen gierig und aufmerksam zu sein. Aber wichtig ist auch, dass die Spieler im Hinterkopf haben, dass Dinge schiefgehen können."

Dem kommenden Gegner streute er Rosen. "Sturm ist eine extrem stabile Mannschaft, die konstant gute Leistung bringt und zu allen Spielphasen Qualität an den Tag legt. Sie haben gute Umschaltspieler und einen Torjäger in guter Verfassung", meinte er auch im Hinblick auf die neun Saisontreffer von Deni Alar. Sturms Torgarant führt gemeinsam mit Salzburgs Goalgetter Munas Dabbur die Torschützenliste an. "Sie sind beide in der Box unglaublich gut, der erste Abschluss ist bereits sehr erfolgreich", betonte Salzburgs Außenverteidiger Andreas Ulmer.

Dass man just gegen Sturm die bisher einzige Niederlage kassierte und gegen andere "Große" wie Rapid und die Austria "nur" remisierte, ist Rose nicht verborgen geblieben. "Das ist ein Fakt, den wir verbessern wollen. Aber es waren auch Spiele, wo wir nahe am Sieg dran waren", sagte der Deutsche, der nach personell schütteren Wochen fast alle Spieler wieder an Bord hat. Der einzige Ausfall ist allerdings durchaus gravierend: Diadie Samassekou, der Salzburg-Spieler mit den zweitmeisten Einsatzminuten in dieser Saison, muss mit einem grippalen Infekt passen. "Ein schmerzhafter Ausfall", sagte Rose, der als Ersatz entweder Xaver Schlager oder den wiedergenesenen Marin Pongracic nannte.

Bei Sturm kehrte Neo-ÖFB-Teamchef Franco Foda nach dem Spiel gegen Uruguay in die "Niederungen" der heimischen Liga zurück. Seine Absenz im Training stehe einer guten Leistung keinesfalls im Wege. "Das war kein Problem, die Mannschaft kennt die Automatismen", betonte Foda, dem im Hit bis auf Christian Gratzei alle Spieler zur Verfügung stehen. Allerdings ist James Jeggo, der mit Australiens Team unterwegs war, aufgrund der Reisestrapazen zumindest fraglich.

Foda redete nicht um den heißen Brei herum. "Klar schauen wir auf die Tabelle, wir wollen die Führung verteidigen. Das ist ein absolutes Topspiel, wir wissen, dass Salzburg zuhause extrem stark ist. Wir wollen zumindest einen Punkt mitnehmen, sind aber auch in der Lage, dort zu gewinnen", erklärte Foda. "Wir müssen an die Leistungen der letzten Monate anknüpfen, genauso selbstbewusst auftreten."

Quelle: APA

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