Fußball

Schlusslicht Ried gab gegen die Austria ein Lebenszeichen

Die SV Ried gab am Sonntag in der Fußball-Bundesliga beim 1:1 gegen Austria Wien ein deutliches Lebenszeichen. Vor der Pause agierte das Bundesliga-Schlusslicht phasenweise noch wie ein Absteiger, nach dem Seitenwechsel war Ried dem Sieg sogar näher als die Austria. Für die Gastgeber war es nach drei Niederlagen hintereinander wieder einmal ein Punkt.

Schlusslicht Ried gab gegen die Austria ein Lebenszeichen SN/APA (EXPA/Hackl)/EXPA/ROLAND HAC
Der Punkt gegen die Wiener Austria gibt den Riedern wieder Hoffnung.

So fiel das Resümee der Innviertler letztlich auch positiv aus. "Nach der Niederlagenserie kann man sich auch mal über einen Punkt freuen", sagte Mathias Honsak, Torschütze des Rieder Ausgleichstreffers. Doch auch die Austria war mit dem Punkt angesichts der starken zweiten Halbzeit der Rieder nicht unglücklich. "Ried hat sich den Punkt verdient", gab auch Austria-Trainer Thorsten Fink gegenüber "Sky" zu.

Ried zeigte zwei Gesichter und war vor der Pause harmlos und zu weit weg vom Gegner. "Wir konnten mit der ersten Halbzeit überhaupt nicht zufrieden sein, wir haben da gar nicht stattgefunden. Wenn unsere Fans rufen, 'wir wollen euch kämpfen sehen', dann machen wir richtig was verkehrt", meinte Ried-Trainer Christian Benbennek.

Sinnbildlich für den Umschwung der Rieder stand die Einwechslung von Honsak zur Pause, der einiges an Schwung brachte. Über die Zweikämpfe fand Ried in die Partie. "Ich habe versucht, die Bälle zu binden, wie es mir der Trainer in der Pause gesagt hat, einfach alles zu geben", erklärte Honsak.

Nach einer umstrittenen Roten Karte für Peter Zulj absolvierte Ried die Schlussviertelstunde zu zehnt, war dem Sieg aber dennoch näher und vergab durch Clemens Walch die große Chance auf den Sieg. "Wir sind dann besser ins Spiel gekommen, das geht aber nur, wenn du die Zweikämpfe annimmst. Dieses Gefühl, alles zu geben und dann einen Punkt mitzunehmen, bringt uns voran", sagte Benbennek, der bis zum Transferschluss am Mittwoch noch einen zusätzlichen Defensivspieler bekommen könnte.

Für Austria-Trainer Fink, der mit sechs Wechseln gegenüber dem Europa-League-Spiel in Trondheim neuerlich stark rotierte, waren die zwei verlorenen Punkte kein Beinbruch. "Wahrscheinlich waren wir uns zu sicher, weil der Gegner in der ersten Halbzeit keine Chance gehabt hat. Wir wollten so weiterspielen und auf die Chance zum 2:0 warten. Die hatten wir, aber wir haben sie nicht gemacht, das war das einzige, warum wir nicht gewonnen haben. Aber so ist das in den schweren Wochen, man kann nicht alles gewinnen", meinte Fink.

Angesichts der kommenden schweren Aufgaben mit sechs zusätzlichen Spielen in der Europa League könnte die Austria bis zum Transferschluss am Mittwoch ebenfalls noch einmal aktiv werden. Sicher ist das nicht, der gesuchte Defensivspieler müsse zu 100 Prozent passen, so Sportdirektor Franz Wohlfahrt. "Wir haben eine wunderbare Mannschaft, einen guten Kader. Wenn ein Spieler kommt, dann wird es einer sein, der sowohl in der Innenverteidigung als auch im zentralen Mittelfeld spielen kann", erklärte Wohlfahrt.

Auch Fink drängt nicht vehement auf einen Neuzugang. "Es ist klar, dass uns im defensiven Mittelfeld noch ein Spieler fehlt. Aber ich habe eine Mannschaft, die funktioniert und da möchte ich nicht viel dazwischenfunken."

Quelle: APA

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