Fußball

SN-Check: Salzburg gewinnt Topspiel gegen Rapid knapp

Wetten, dass Rapid gegen Red Bull Salzburg am Sonntag ein Duell auf Augenhöhe wird? Nicht alle Punkte sprechen bei einem Vergleich der Topteams für den Meister aus Salzburg.

Rapid gegen Red Bull Salzburg ist auch das Duell der Brüder: Veton Berisha (l.) fordert Salzburgs Valon (r.). SN/gepa
Rapid gegen Red Bull Salzburg ist auch das Duell der Brüder: Veton Berisha (l.) fordert Salzburgs Valon (r.).

Viel Zeit nach dem 3:0 am vergangenen Donnerstag gegen Vitoria Guimaraes den Gruppensieg in der Europa League und den damit verbundenen Aufstieg in das Sechzehntelfinale zu feiern, blieb Österreichs Fußballmeister Red Bull Salzburg nicht. Schon morgen, Sonntag, wartet auf die Bullen der nächste Härtetest. Im Topspiel des heimischen Fußballs werden die Salzburger erneut eine ganz starke Leistungen zeigen müssen, um beim Tabellendritten Rapid, der auch schon seit zehn Spielen nicht mehr verloren hat, zu bestehen. Im Vergleich der "Salzburger Nachrichten" haben die Bullen aber noch knapp die Nase vorn.

Torhüter

Salzburgs Routinier zwischen den Pfosten, Alexander Walke, wurde in den beiden vergangenen Jahren jeweils zum Torhüter des Jahres in Österreich gewählt. Der Deutsche ist für solche Spitzenspiele prädestiniert, weil er als 34-Jähriger viel Erfahrung mitbringt. Und aus der Ruhe kann Walke nichts bringen. Bei Rapid-Schlussmann Richard Strebinger wechseln zu oft Licht und Schatten.

Punkt für Salzburg - 1:0

Abwehr

Salzburg kassierte bisher die wenigstens Gegentreffer der Liga. Das lag auch daran, weil die beiden Innenverteidiger Marin Pongracic und Duje Caleta-Car kaum Fehler begangen haben. Eine Stärke der Salzburger ist, dass sich die beiden Außenverteidiger Stefan Lainer und Andreas Ulmer immer entscheidend in den Angriff einschalten. Rapid fand mit dem Ex-Altacher Lucas Galvao einen Abwehrchef, der auch viel Routine mitbringt. Rapids Defensivverbund agiert solide. Im Vergleich zu den Bullen fehlte aber etwas die Offensivpower.
Punkt für Salzburg - 2:0

Defensive

Rapid-Kapitän Stefan Schwab ist die Symbolfigur für den aktuellen Erfolgslauf der Hütteldorfer. Im defensiven Mittelfeld überzeugt der Nationalspieler mit Zweikampfstärke. Und der Saalfeldner strahlt auch viel Torgefahr aus, hält bei fünf Treffern. "Wir können mit breiter Brust ins Spiel gehen", meinte Schwab, der zusammen mit Thanos Petsos vor der Abwehr abräumt. In der zentralen Defensive ist aber auch Salzburg ganz stark besetzt. Xaver Schlager überzeugt als konsequenter Balleroberer. Dazu sind sich Valon Berisha und Amadou Haidara oder Reinhold Yabo für keinen Meter Laufarbeit zu schade.
Punkt für beide - 3:1

Offensive

Dribbelstarke, schnelle Spieler, die im Duell eins gegen eins Akzente setzen, stehen vor allem im Rapid-Kader. Philipp Schobesberger und Louis Schaub sind schwer vom Ball zu trennen. Salzburgs Stärke in der Offensive liegt im Kollektiv. Das Spiel ist nicht auf einen zugeschnitten.
Punkt für beide - 4:2

Torjäger

Mit Munas Dabbur stellt Salzburg die Nummer eins in der Torschützenliste. Der Israeli erzielte elf Saisontreffer, ist schwer auszurechnen. Mittlerweile benötigt Dabbur auch nicht mehr viele Chancen, um zu treffen. Einen Torjäger sucht man bei Rapid vergeblich. Bester Schütze ist Defensivspieler Schwab
Punkt für Salzburg - 5:2

Zuschauer

Das Allianz-Stadion in Hütteldorf wird heute prall voll sein. Dort genießt Rapid einen echten Heimvorteil. Dieser könnte eine wesentliche Rolle spielen. Es wird mit Sicherheit viel Hektik ins Spiel gebracht werden.
Punkt für Rapid - 5:3

Momentum

Obwohl Salzburg das Gefühl einer Niederlage kaum kennt, sollte das Momentum für Rapid sprechen. Weil es für Salzburg normal ist, an der Spitze zu stehen. Rapid musste lange auf eine gute Serie warten. Das Selbstvertrauen kehrte zurück. Rapid-Trainer Goran Djuricin polterte: "In Österreich sind wir ein Spitzenteam."
Punkt für Rapid - 5:4


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