Fußball

Stöger und Köln fühlen sich zurecht betrogen

Der Tabellenletzte aus Köln unterlag erneut. Aber man muss sich fragen, ob die Videoassisten, die vor dem TV sitzen, blind sind.

Für Peter Stöger und den 1. FC Köln sieht es nicht gut aus.  SN/APA/dpa/Thomas Frey
Für Peter Stöger und den 1. FC Köln sieht es nicht gut aus.

Seine Analysen und Aussagen wirken immer noch unaufgeregt und treffen den Punkt. Aber Köln-Trainer Peter Stöger wirkt doch angeschlagen. Kein Wunder, wenn einem so übel mitgespielt wird wie aktuell dem Schlusslicht der deutschen Fußball-Bundesliga. Beim 0:1 in Mainz stand erneut der Videobeweis im Mittelpunkt. In der entscheidenden Szene wurden die Kölner wieder einmal klar benachteiligt.

Stöger schloss einen Rücktritt aber weiter zu 100 Prozent aus und ärgerte sich. "Gefühlt nicht das erste Mal" hätten seine Profis den Eindruck, trotz des Videobeweises klar benachteiligt worden zu sein. "Ich glaube, das hat jeder gesehen. Für uns ist es bitter, richtig bitter", sagte der Wiener. Stöger und seine Team hatten durchaus Grund, sauer zu sein, sich betrogen zu fühlen. Erneut waren es der Schiedsrichter und seine Video-Assistenten, die entscheidend eingriffen. Der Mainzer Pablo De Blasis war im Strafraum zu Fall gekommen. Der Unparteiische Felix Brych zeigte auf dem Punkt und wurde nach Rücksprache mit den Videaoassisten bestätigt. Diese Herren benötigen dringend eine Brille, denn jeder vor dem TV konnte klar erkennen, dass der Mainzer ohne Berührung sich fallen hatte lassen. Wenigstens zeigte Brych die Größe seinen Fehler einzugestehen. "Auf dem Platz war es für mich ein klarer Elfmeter. Ich hatte dann auch Kontakt nach Köln. Da wurde mir bestätigt, dass es einen Kontakt am Knie gab. Ich habe mir die Bilder angeschaut, ich konnte da keinen Kontakt erkennen." Stögers Laune wird sich dadurch nicht verbessert haben. Dass die Lage in Köln noch immer derart ruhig ist, kommt für viele überraschend. Aber Vize-Präsident Toni Schumacher erklärte: "Wir wissen, dass aus den nächsten Spielen Punkte geholt werden müssen. Wenn das nicht der Fall ist, muss man sich zusammensetzen und überlegen, ob wir auch mit Stöger wo möglich in Liga zwei gehen."

Stöger glaubt an sein Team: "Positiv ist, dass ich sehe, wie die Jungs arbeiten. Der Geist ist da, es reparieren zu wollen." Für Verteidiger Dominic Maroh ist Stöger die "ärmste Sau". "Er macht alles akribisch und wir schaffen es nicht, Tore zu schießen."

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