Fußball

Sturm baut im Schlagerspiel gegen Rapid auf den Heimvorteil

Zum Auftakt der 7. Bundesliga-Runde kommt es am Samstag zum Kräftemessen zwischen Sturm und Rapid. Als Tabellenführer gelten die Grazer erstmals seit Jahren gegen die Wiener nicht unbedingt als Außenseiter - eine brisante Konstellation. Die "Bullen" treffen auf die Admira, die Austria spielt gegen den WAC, Ried kämpft in St. Pölten gegen den Auswärtsfluch und Altach trifft auf Mattersburg.

Sturm baut im Schlagerspiel gegen Rapid auf den Heimvorteil SN/apa

Sturm-Trainer Franco Foda will seine Mannen nicht extra motivieren. "Wenn so ein Spiel vor der Tür steht, sind immer Emotionen dabei, da brennt jeder drauf. Wer bei so einem Spiel nicht motiviert ist, macht etwas falsch in seinem Leben", sagte der Sturm-Trainer. Der sonst so zurückhaltende Deutsche versprühte vor dem Schlagerspiel Optimismus: "Ich weiß, dass meine Mannschaft morgen einen engagierten Auftritt hinlegen wird."

Ein Auftritt, der vor der Grazer Rekordkulisse von über 16.700 Zuschauern stattfinden wird. Foda: "Die Mannschaft hat sich das verdient." Der Mainzer erwartet "möglicherweise anfangs ein taktisches Spiel". Er geht aber davon aus, dass Tore fallen werden. "Das war zuletzt immer der Fall."

Die Bilanz spricht allerdings gegen die Steirer, die seit neun Meisterschaftsspielen auf einen Sieg gegen Grün-Weiß warten. Seit Foda in Graz wieder das Trainerzepter schwingt, holte seine Mannschaft in sieben Duellen nur zwei Punkte. Der letzte "Foda-Sieg" gegen Rapid datiert vom August 2011.

Die "Bullen" planen im Auswärtsspiel der siebenten Runde am Sonntag gegen die Admira einen Vorstoß in der Tabelle. "Die Fans können beruhigt sein. Die Mannschaft und ich sind ambitioniert. Wir werden wieder nach oben kommen", versprach Trainer Oscar Garcia. Der Katalane muss unter anderen die kurz vor Transferschluss abgewanderten Martin Hinteregger und Bernardo ersetzen, die Neuzugänge Andre Wisdom und Josip Radosevic sind allerdings für die Startformation wohl noch kein Thema. "Beide müssen sich noch anpassen", meinte Oscar.

Der Coach setzt lieber auf Altbewährtes, zumal er die zuletzt schwächelnden Südstädter als unangenehmen Gegner erwartet. "Ich bin von den Ergebnissen der Admira in dieser Saison viel mehr überrascht als letztes Jahr. Sie haben einen guten Trainer, gute Spieler und spielen einen sehr guten Fußball."

Franz Wohlfahrt sprach vor dem Heimspiel der Austria gegen den Wolfsberger AC am Samstag (18.30 Uhr) eine "Warnung" aus. "Der Mittelpunkt der Erde ist nicht die Europa League, sondern das morgige Spiel", verkündete Austrias Sportdirektor am Tag vor der Partie. Die Konzentration sei zu hundert Prozent auf das Ligaspiel gegen die Lavanttaler zu richten. Wohlfahrt: "Wir sollten gewarnt sein."

Die Botschaft des Ex-Teamtorhüters ist klar. In den anstehenden englischen Wochen soll der Fokus der Violetten auf die heimische Meisterschaft nicht verloren gehen. Am Donnerstag gastiert die Austria am ersten Spieltag der Europa League bei Astra Giurgiu in Bukarest. Gegen den WAC, der als Sechster nach sechs Runden zwei Zähler hinter den Wienern liegt, soll vorher ein Dreier eingefahren werden.

Die Sorge von Wohlfahrt ist berechtigt. Der WAC blieb in den jüngsten beiden Spielen gegen die Austria ohne Gegentor. Überhaupt erzielten die Favoritner in den bisherigen acht Erstligaduellen vor heimischer Kulisse nur einmal mehr als ein Tor. Trainer Thorsten Fink sprach von einem "schweren Spiel", erinnerte an das 5:0 der Kärntner gegen die Admira vor zwei Wochen. "Der WAC war gut drauf, hätte die Pause wohl nicht gebraucht", vermutete der Deutsche.

Vor dem Heimspiel am Samstag gegen den SV Mattersburg schenkt Altach-Trainer Damir Canadi der Tabellensituation keine große Beachtung. Während die Burgenländer auf Platz acht liegen, sind die Vorarlberger an zweiter Stelle gereiht - das bedeute aber nicht, dass man gegen den SVM klarer Favorit sei, betonte Canadi.

"Mattersburg steht für mich ganz woanders, als es die Tabelle zeigt. Ihnen hat bisher nur die Effizienz gefehlt", erklärte der Altach-Betreuer, stellte aber auch klar: "Wir wollen gewinnen." Nach einem optimalen Saisonstart mit vier Siegen in den ersten vier Partien setzte es für die Altacher zuletzt Niederlagen gegen die Austria und Sturm Graz. "Mich ärgert das Auseinanderklaffen zwischen unserer Dominanz in diesen Spielen und den Ergebnissen. Wir haben zwei Spitzenmannschaften auswärts über weite Strecken dominiert, aber zu viele Tore kassiert. Da muss die Balance besser werden", forderte der Wiener.

Vor dem Gastspiel gegen den SKN St. Pölten am Samstag hofft unterdessen Schlusslicht SV Ried auf ein Ende der Auswärtsmisere in der Fußball-Bundesliga. Seit zwölf Partien warten die Innviertler auf einen vollen Erfolg in der Fremde, zuletzt nahmen sie am 2. Dezember des Vorjahres durch ein 3:1 in Altach drei Punkte mit nach Hause.

Es folgten fünf Remis und sieben Niederlagen, die jüngsten fünf Auswärtsspiele wurden sogar ohne Torerfolg beendet. Laut Ried-Profi Clemens Walch ist es nun an der Zeit, diese Negativserie zu beenden. "Wir müssen auswärts so auftreten wie daheim, mutig und nach vorne gehen. Dann werden wir in St. Pölten gute Chancen haben."

Quelle: APA

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