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Sturm weiter Erster - Admira hadert: "Es ist unerklärlich"

Sturm Graz lacht auch nach der achten Runde der Fußball-Bundesliga von der Tabellenspitze. Freudestrahlend verabschiedeten sich die Sturm-Kicker am Samstag von den zahlreich mitgereisten Anhängern. Diesmal feierten sie in der Südstadt gemeinsam die Tabellenführung, die in Graz immer mehr zur Gewohnheit wird. Wieder einmal ratlos trotteten hingegen die Admira-Profis nach dem 0:3 (0:1) von dannen.

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Erfolgreich: Die Mannschaft von Sturm Graz.

"Es ist unerklärlich. Wir machen uns das Leben mit unseren Fehlern selber schwer", sagte Admira-Kapitän Daniel Toth nach der bereits sechsten Liga-Niederlage. Gegen Sturm waren die Niederösterreicher am Ende noch gut bedient. Angesichts von zwölf Gegentoren in den jüngsten drei Partien mahnte Trainer Lederer zu Besonnenheit. "Wir müssen ruhig bleiben, je stärker der Gegenwind bläst. Wir müssen aus dieser Sackgasse wieder rauskommen, indem wir unsere Kompaktheit wieder über 90 Minuten durchziehen."

Vor einem Jahr standen die Südstädter nach der achten Runde noch an der Tabellenspitze. "Damals haben wir im Gegensatz zu heuer fast alles getroffen, waren sehr effizient", erklärte Lederer bereits im Vorfeld der Partie. Am Samstag hätte seiner Elf auch Effizienz wenig genützt - man erspielte sich schlichtweg zu wenige Chancen.

Der Rollentausch ist längst vollzogen. Die Grazer feierten ihren bereits sechsten Saisonerfolg in der Bundesliga, den dritten in der Fremde. Anders als in den vergangenen Jahren schlägt die Mannschaft von Trainer Franco Foda derzeit eiskalt zu, wenn sich die Chance ergibt. Doppeltorschütze Deni Alar gelang in der 33. Minute der "Dosenöffner" in einer bis dahin zähen Partie, im Finish bejubelte er noch sein siebentes Saisontor (81.).

"Ich bin natürlich glücklich, dass es so funktioniert, dass ich der Mannschaft mit meinen Toren helfen kann", sagte der Torjäger und grinste spitzbübisch in die Sky-Kameras. Aufgrund der Muskelverletzung von Bright Edomwonyi war Alar wieder in ungewohnter Position ganz vorne aufgelaufen - und untermauerte sein Image als "Schleicher".

Über weite Strecken war vom 26-jährigen Ex-Rapidler nichts zu sehen, doch am Ende drehte er wieder zwei Mal jubelnd ab. "Deni Alar ist bis jetzt ein Spitzen-Zugang, für mich war er immer ein super Stürmer", lobte Sturms Geschäftsführer Sport Günter Kreissl seinen Angreifer. "Ich bin froh, dass er für uns zu haben war, und er rechtfertigt seine Verpflichtung ja fast jedes Spiel."

Mit nunmehr 19 Punkten hat Sturm die Tabellenführung verteidigt und konnte den Vorsprung auf Verfolger Altach (1:2-Niederlage in Ried) sogar auf vier Punkte vergrößern. "Wir sind froh, dass wir jetzt da oben sind. Es ist kein Wunschkonzert, wir müssen weiter konzentriert bleiben. Aber wenn es möglich ist, geben wir die Tabellenführung nicht mehr her", meinte Alar.

Verfolger Altach ist nach der dritten Auswärtsniederlage in Folge und einem späten Gegentor seinen zweiten Platz am Sonntag sicher los. "Wir müssen uns auch einmal mit einem Punkt zufriedengeben", ärgerte sich Coach Damir Canadi. Ried hingegen ist nach einem völlig verpatzten Saisonstart als Tabellensechster weiter auf dem Vormarsch. "Ich freue mich, in den Spielen gepunktet zu haben, in denen wir punkten mussten", sagte Trainer Christian Benbennek.

WAC und St. Pölten trennten sich 1:1, wodurch die Niederösterreich zumindest vorübergehend die Rote Laterne an Mattersburg abgaben. "Letztendlich müssen wir froh sein, dass wir den Punkt geholt haben", meinte WAC-Betreuer Heimo Pfeifenberger.

Quelle: APA

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