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Tabellenspitzenreiter Sturm und Altach müssen in die Ferne

Noch bevor die drei Europacup-Starter Rapid (gegen Mattersburg), Salzburg und die Austria (im direkten Duell) am Sonntag in die 8. Runde einsteigen, geht es in der Bundesliga heiß her.

Tabellenspitzenreiter Sturm und Altach müssen in die Ferne SN/APA/DIETMAR STIPLOVSEK
Altach will seiner Favoritenrolle gegen Ried gerecht werden.

Tabellenführer Sturm Graz gastiert bei Admira Wacker Mödling, schon davor empfängt die SV Ried Sturm-Verfolger SRC Altach. Der heimstarke Wolfsberger AC hat mit dem SKN St. Pölten das Tabellenschlusslicht zu Gast.

Der aktuelle Bundesliga-Zweite Altach gastiert in Ried. "Wir sind der Favorit und wollen dort gewinnen", stellte Trainer Damir Canadi unmissverständlich klar. Doch auch die Rieder befanden sich nach einem schwachen Start zuletzt im Aufwind. Besonders im Fokus steht Neuerwerbung Orhan Ademi, der bis 2012 für die Vorarlberger kickte.

"Das Spiel gegen Altach ist natürlich etwas Besonderes für mich. Ich habe dort mein erstes Profispiel bestritten, meinen ersten Profivertrag erhalten. Es sind noch viele Freunde dort", berichtete der Stürmer aus St. Gallen, der 2008 bei den Altach-Amateuren seine Karriere gestartet hatte. In den 90 Minuten in der Keine Sorgen Arena werden alle Freundschaften aber sozusagen ruhend gestellt. "Ich will als Sieger vom Platz gehen", sagte Ademi.

Der Gegner zählt im Moment zur Bundesliga-Spitze. Mit 15 Punkten aus sieben Spielen liegt der SCR Altach über dem Plansoll und vor dem Dreigestirn Salzburg, Austria und Rapid. "Wir fahren mit breiter Brust nach Ried. Wir haben uns sehr viel Selbstvertrauen erarbeitet in den letzten Spielen", meinte Canadi. Die Ländle-Truppe ist für ihn daher klar der Favorit. "Wir nehmen diese Rolle an und wollen uns auch entsprechend präsentieren."

Tabellenführer Sturm Graz tritt indes bei Admira Wacker Mödling an. Die Niederösterreicher schnappten den Grazern vergangene Saison Platz vier weg, womit die Admira in den Genuss der Europa-League-Qualifikation kam. Jetzt ist Sturm Graz Tabellenführer und Admira Wacker Achter. "Nichts ist älter als der Erfolg von gestern", sagte Sturm-Coach Franco Foda.

Der deutsche Trainer der "Blackys" hat sich drei Punkte in der Fremde fest vorgenommen. "Wir haben in den letzten Spielen Selbstvertrauen getankt und wollen unbedingt gewinnen", erklärte Foda. Dafür müsse aber jeder an die Schmerzgrenze gehen. Die Tabelle sei derzeit nicht mehr als eine Momentaufnahme. "Was war, ist abgehakt."

Im Süden von Wien regiert nach der 0:4-Niederlage gegen Salzburg derweil Zweckoptimismus. "Wir haben diese Woche gut trainiert und sind überzeugt, dass die drei Punkte am Samstag zu Hause in der Südstadt bleiben werden", meinte Innenverteidiger Ione Cabrera, der zuletzt nicht zum Einsatz kam. Auch Christoph Knasmüllner offenbarte Vertrauen in die eigene Stärke. "Wenn wir am Samstag mit voller Leidenschaft, Konzentration im Abwehrverhalten und Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor auftreten, dann bin ich guter Dinge", sagte der Mittelfeldspieler.

Die Admiraner kassierten in den jüngsten beiden Partien Niederlagen und dabei neun Gegentreffer. Das war davor innerhalb einer Saison zuletzt im Sommer 2013 passiert. Die Niederösterreicher haben zudem drei der vergangenen vier Heimspiele verloren. Vor einem Jahr stand man zum gleichen Zeitpunkt bei 14 Punkten und 13:9 Toren - heuer sind es sechs Zähler, das Torverhältnis lautet 4:17.

Der WAC ist in der Fußball-Bundesliga vor eigenem Publikum eine Macht. Von den vergangenen 17 Heimspielen gaben die Kärntner nur eines aus der Hand. Am Samstag versucht Schlusslicht SKN St. Pölten, die Festung Lavanttal-Arena zu stürmen. Das Duell der "Wölfe" gab es im Oberhaus bisher noch nie. "Wir dürfen keinen unterschätzen", warnte WAC-Coach Heimo Pfeifenberger.

Seit der Amtsübernahme von Pfeifenberger im November 2015 holte Wolfsberg in 13 Heimpartien acht Siege und vier Remis. "Für die Spieler ist es einfach ein gutes Gefühl, in Wolfsberg zu spielen. Das ganze Umfeld gibt ihnen Stärke und Kraft. Da sind wir sehr fokussiert", führte Pfeifenberger aus. "Die Serie ist auf alle Fälle beeindruckend. Wir werden alles daransetzen, dass sie weitergeht."

St. Pölten hat aus den bisherigen drei Auswärtspartien in der Liga nur einen Punkt geholt. "Wir haben noch gewisse Probleme mit der Umstellung auf die Bundesliga", räumte Trainer Karl Daxbacher ein. Gerade in der Defensive unterliefen seinen Profis zu viele Fehler, die dann oft spielentscheidend seien.

"In der zweiten Liga waren der Schlüssel zum Erfolg gerade die Zu-Null-Spiele. Jetzt müssen wir immer dem Führungstor nachlaufen, was wir manchmal schaffen, aber das eine oder andere Mal geht es sich nicht aus." Alles in allem sei das Selbstvertrauen durch die jüngsten Ergebnisse natürlich angekratzt. Gegen den WAC "werden wir natürlich unser Bestes versuchen".

Quelle: APA

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