Unterhaus

B'hofen setzt auf Chelsea-Talent

Ambrose Gnahore soll die Offensive des Fußball-Westligisten beleben.

Bischofshofens Trainer Thomas Heissl darf sich über fünf Neuzugänge freuen.  SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
Bischofshofens Trainer Thomas Heissl darf sich über fünf Neuzugänge freuen.

Mit nur 19 erzielten Treffern in 17 Spielen hatte Bischofshofen in der Herbstsaison die viertschwächste Offensive in der Regionalliga West. Aus diesem Grund hielt BSK-Macher Patrick Reiter im Winter vor allem nach torgefährlichen Spielern Ausschau. Nach vielversprechenden Probetrainings wurden für die vorderste Reihe Cemal Kaymaz (zuletzt vereinslos), Haris Kotarevic (Dordrecht U19) und Ambrose Gnahore (Ashford United) verpflichtet. "Im Angriff sind wir jetzt top aufgestellt. Neben den drei Neuen sind auch unsere beiden Talente Simon Schilchegger und Mohamed Khalil jederzeit für Tore gut", erklärt Reiter.

Vor allem von Gnahore versprechen sich die Pongauer einiges. Der 23-jährige Engländer spielte bis zur U18 im Nachwuchs des Topclubs Chelsea London und will sich nach Stationen in Spanien, Portugal und im englischen Unterhaus in Österreich wieder für Proficlubs interessant machen. "Ein pfeilschneller Spieler, der nur schwer zu halten sein wird", freut sich Reiter, der auch auf Kaymaz und Kotarevic große Stücke hält. "Kaymaz hat in Kufstein schon gezeigt, dass er in der Westliga Tore erzielen kann. Kotarevic ist aktueller U19-Teamspieler von Bosnien und ebenfalls sehr talentiert."

Mit dem Innenverteidiger Martynas Duda (Litauen) und dem defensiven Mittelfeldspieler Asen Maksimovic (Slavia Sofia) schnappte sich Bischofshofen zwei weitere Legionäre. "Wir sind sicher stärker als im Herbst und wollen natürlich eine bessere Rolle spielen", betont Reiter, der mit der derzeitigen Platzierung (Rang zwölf) nicht glücklich ist.

Von seinem "Modell", auf Legionäre zu setzen, kann und will Reiter nicht abgehen. "Wir können und wollen mit der Konkurrenz finanziell nicht mithalten. Deswegen müssen wir auf ausländische Spieler setzen, die bei größeren Clubs durchgefallen sind und sich bei uns wieder ins Rampenlicht spielen können." Dass nur ein kleiner Teil der Legionäre, wie zum Beispiel Łukasz Pielorz und Juraj Javorović, länger beim Verein bleibt, ist für Reiter ein kalkuliertes Risiko. "Dessen sind wir uns bewusst. Ich gehe auch dieses Mal nicht davon aus, dass alle fünf Neuen über Jahre bei uns spielen."

Den Verein bald verlassen könnten auch die beiden Youngsters Khalil und Schilchegger. Die pfeilschnellen Offensivspieler absolvieren im Frühjahr einige Probetrainings bei Proficlubs im In- und Ausland.

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