Fußball

Verdacht gegen weiteren Trainer bei "Telegraph"-Enthüllungen

Nach dem mittlerweile entlassenen Teamchef Sam Allardyce gerät ein weiterer Fußball-Coach in England in die Bredouille. Laut Informationen der britischen Tageszeitung "Daily Telegraph" soll Eric Black, Co-Trainer des Premier-League-Clubs Southampton FC, Tipps zur Bestechung von Offiziellen gegeben haben.

Verdacht gegen weiteren Trainer bei "Telegraph"-Enthüllungen SN/APA (Archiv/AFP)/OLI SCARFF
Anschuldigungen gegen Eric Black.

Die Zeitung veröffentlichte am Freitag ein Video. Darin erzählt Black den Reportern, die er für Geschäftsleute hielt, auch von einem Trainer-Kollegen aus der Zweiten Liga. Dieser könne einem vermeintlichen Investor "für ein paar Tausend Pfund" Informationen über Spieler zukommen lassen.

Southampton hatte bereits am Donnerstag erklärt, man wisse von den bevorstehenden Veröffentlichungen und den Anschuldigungen gegen Eric Black. Der Verein habe dazu den englischen Fußballverband FA und die Verantwortlichen der Premier League kontaktiert.

Als Folge der Enthüllungen des "Daily Telegraph" hatten zuvor schon Allardyce und der Co-Trainer des Zweitligisten Barnsley ihren Job verloren. Beide hatten gegenüber verdeckt ermittelnden Reportern Tipps zum Umgehen der Transferregeln der FA gegeben.

Ebenfalls unter Verdacht steht Jimmy Floyd Hasselbaink, Trainer der Queens Park Rangers. Der Niederländer sagte dazu dem TV-Sender "Sky Sports", dass er niemals vorgehabt habe, persönlich an Transfers zu verdienen. "Das habe ich nie getan und das würde ich nie tun. Alles was ich will, ist Spiele zu gewinnen."

Der "DailyTelegraph" hatte einen Film veröffentlicht, in dem der 44-Jährige für eine Zahlung von 55.000 Pfund (rund 64.000 Euro) die Zusage gegeben habe, einer fernöstlichen Scheinfirma bei Transfers zu helfen. "Aber ich habe nie Geld dafür verlangt, einen bestimmten Spieler zu meinem Club zu transferieren. Das ist das Schmerzvolle an den Vorwürfen", erklärte der ehemalige Teamspieler.

"Man kann mir vorwerfen, dass ich naiv war, aber ich stand nur in Verhandlungen für eine Rede nach Singapur zu fliegen" sagte Hasselbaink, der beteuerte keine unlauteren Hintergedanken gehabt zu haben. "Wenn das Gespräch auf einen Transfer eines Spielers der Agentur gekommen wäre, hätte ich sofort den Raum verlassen, weil ich weiß, dass mich das in Schwierigkeiten gebracht hätte."

Quelle: Apa/Dpa

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