Fußball

Verwirrung um Pacult in Dresden

Peter Pacult sorgt bei Dynamo Dresden für Verwirrung: Die Frage um die Zukunft des Trainers stellte am Dienstag die Freude über den Klassenverbleib in der zweiten deutschen Fußball-Liga in den Schatten.

Verwirrung um Pacult in Dresden SN/APA (dpa)/Thomas Eisenhuth
Pacults Engagement bei Dresden scheint beendet.

"Ich freue mich riesig für die Mannschaft und ich freue mich noch mehr für die Fans und den Verein", sagte Pacult. In diesem Moment des Glücks brachte den Ex-Rapid-Coach nicht einmal aus der Fassung, dass zuvor im TV-Sender MDR während der Live-Übertragung sein bevorstehendes Aus als Dynamo-Trainer verkündet wurde. "Das ist ein super Gefühl", meinte der 53-Jährige gelassen, "mehr will ich dazu nicht sagen, weil es traurig genug ist".

Doch dann wollte er die schon einige Zeit kursierenden Gerüchte über seinen angeblich feststehenden Abschied doch nicht unkommentiert lassen. Schließlich ist durch den Klassenverbleib sein Vertrag bis 30. Juni 2014 gültig. "Ich weiß, was in meinem Vertrag drinsteht. Jetzt haben wir den Zirkus. Schade, dass man so einen schönen Abend mit so einer Meldung kaputt macht", sagte Pacult und fügte mit einer wegwerfenden Handbewegung an: "Aber ich feiere trotzdem und die Mannschaft auch."

Mit dem Verweis auf seinen Vertrag umging der Österreicher ein klares Bekenntnis zum Club. Auch vonseiten der Vereinsführung gab es mehr Empörung als Aufklärung über die Zukunft Pacults. "Ich weiß nicht, woher das kommt", meinte der Sportliche Leiter Steffen Menze. Zusätzliche Verwirrung stiftete aber Präsident Andreas Ritter, der die Frage nach Pacults Verbleib ausweichend beantwortete. "Ich gehe davon aus, dass er bleibt. Aber das entscheiden andere", sagte der Club-Chef und erklärte Aufsichtsrat und Geschäftsführer für zuständig. Ein klares Bekenntnis klingt jedenfalls anders.

Quelle: Apa/Dpa

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