Fußball

Weiterer Terminplan des ÖFB-Teams mit vielen Fragezeichen

Während die österreichische Fußball-Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation in die Zielgerade einschwenkt, bastelt der ÖFB am weiteren Terminplan von David Alaba und Co. Allerdings ist im Moment für die Zeit nach der am 9. Oktober mit dem Moldau-Auswärtsspiel zu Ende gehenden Gruppenphase noch kein einziges Länderspiel fixiert, weil zwei wesentliche Punkte nicht geklärt sind.

Wesentliche Punkte müssen noch geklärt werden.  SN/APA/ROBERT JAEGER
Wesentliche Punkte müssen noch geklärt werden.

Neue Einträge im Kalender wird es erst geben, sobald feststeht, wie das Team in der laufenden Quali abgeschnitten hat und wie die sportliche Leitung die Ausrichtung für das erste Halbjahr 2018 definieren wird. Sollte man es unter die acht besten Gruppenzweiten schaffen, sind die beiden November-Termine für die Play-off-Partien reserviert.

Löst Österreich als Gruppenerster das Ticket für Russland 2018 oder scheidet aus, ist für November ein mehrtägiges Trainingslager in Südeuropa - voraussichtlich Spanien oder Portugal - avisiert. In diesem Fall würde es zum Abschluss des Lehrgangs am 14. November ein Testspiel vor eigenem Publikum geben. "Beim Austragungsort geht die Tendenz Richtung Wien", sagte Bernhard Neuhold, Geschäftsführer der ÖFB Wirtschaftsbetriebe GmbH, der APA.

Verhandlungen mit einem attraktiven Gegner sind bereits abgeschlossen. Diesbezüglich müsse man lediglich abwarten, ob das ÖFB-Team und/oder der vorgesehene Kontrahent im Play-off-Einsatz sind, so Neuhold.

Für die erste Jahreshälfte 2018 sieht der FIFA-Kalender zwei Ländermatch-Termine Ende März sowie Testspiel-Möglichkeiten Ende Mai/Anfang Juni im Vorfeld der Endrunde in Russland vor. "Hier gibt es bereits Gespräche mit potenziellen Gegnern, aber fixiert ist noch nichts. Der Plan ist ein Mix mit zwei oder drei Heimspielen und einem oder zwei Auswärtsspielen", erklärte Neuhold.

Die Auswahl der Sparring-Partner im kommenden Jahr hängt auch von der Person des Teamchefs ab. Marcel Kollers Vertrag läuft am 31. Dezember 2017 aus und verlängert sich nur bei einer WM-Teilnahme automatisch bis Sommer 2018.

Im darauffolgenden Herbst feiert die UEFA Nations League ihre Premiere. Die Auslosung für den neuen Bewerb steigt voraussichtlich im Jänner 2018, die Gruppenphase wird an den Doppel-Länderspielterminen im September, Oktober und November 2018 ausgetragen.

Ab diesem Zeitpunkt werden klassische Testpartien Seltenheitswert haben - sehr zur Freude des ÖFB. "Für uns ist das gut, weil es einen zusätzlichen Wettbewerb gibt und das Publikum darauf anders reflektiert als auf ein normales Freundschaftsspiel", meinte Neuhold.

Die Ergebnisse der Nations-League-Gruppenphase sind die Grundlage der Topfeinteilung für die EM-2020-Quali-Auslosung. In dieser Ausscheidung geht es von März bis November 2019 um 20 Startplätze für das paneuropäische Turnier, wobei die Top-2 der zehn Gruppen bei der kontinentalen Endrunde dabei sind.

Die Nations League wird in vier Divisionen gespielt, die Einteilung der Teams richtet sich nach den UEFA-Koeffizienten vom 15. November 2017. Die Divisionen A und B bestehen aus vier Gruppen mit je drei Mannschaften, Division C aus einer Gruppe mit drei Mannschaften und drei Gruppen mit je vier Auswahlen. Division D umfasst vier Gruppen mit je vier Teilnehmern - sofern alle 55 UEFA-Mitglieder mit von der Partie sein sollten. Österreich wäre nach derzeitigem Stand in Division B angesiedelt.

Die Pool-Sieger der Division A machen sich in einem Turnier im Juni 2019 den ersten Nations-League-Champion untereinander aus. Im März 2020 werden in Play-offs unter den vier Gruppenersten jeder Division die letzten vier EM-Plätze vergeben. Sollte ein Pool-Sieger schon davor das EURO-Ticket gebucht haben, rückt die nächste nicht-qualifizierte Mannschaft ins Play-off nach.

Quelle: APA

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