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WM 2018

15.000-Franken-Strafe für Kroatien wegen Ukraine-Jubels

Der kroatische Fußball-Verband muss wegen des Ukraine-Jubels seines inzwischen entlassenen Betreuers Ognjen Vukojevic eine Geldstrafe von 15.000 Schweizer Franken (12.893 Euro) zahlen. Die Disziplinarkommission des Weltverbands (FIFA) bewertete Vukojevic' Aussage "Das ist ein Sieg für Dynamo und für die Ukraine" bei der WM in Russland als unsportliches Verhalten. Das teilte die FIFA am Montag mit.

Bereits am Vortag hatte sie eine Verwarnung an Abwehrspieler Domagoj Vida für dessen Ausspruch "Ehre für die Ukraine!" ausgesprochen. Ihm blieb eine weitere Sanktion erspart. In einem Video hatte das Duo gemeinsam über den Viertelfinal-Sieg gegen Gastgeber Russland gejubelt.

Beim Strafmaß gegen Vukojevic sei in Betracht gezogen worden, dass der Verband sich zeitnah entschuldigt und den Betreuer von seinen Pflichten entbunden hatte, teilte die FIFA weiter mit. Vukojevic war nach seinen umstrittenen Äußerungen entlassen worden, wie der kroatische Verband (HNS) am Montag bekanntgab. Ihm sei auch die Akkreditierung für die WM entzogen worden. Die Kroaten spielen am Mittwoch (20.00 Uhr/live ORF eins) in Moskau im Halbfinale gegen England.

Zur Begründung für die Trennung von Vukojevic, der in seiner aktiven Zeit auch für die Wiener Austria gespielt hatte, teilten die Kroaten mit: "Der kroatische Fußballverband entschuldigt sich auf diese Weise bei der russischen Öffentlichkeit für das Vorgehen einer seiner Betreuer." Sowohl der Funktionär wie auch Vida würden um Entschuldigung für ihre Äußerungen bitten. Diese seien nicht politisch gemeint gewesen.

Bei einer Pressekonferenz der Mannschaft am Montag mit den Torjägern Andrej Kramaric und Mario Mandzukic durften keine weiteren Fragen zu dem Vorfall gestellt werden. Es sei alles dazu gesagt, stellte ein Teamsprecher fest.

Die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine sind seit der Annexion der Schwarzmeerhalbinsel Krim 2014 und der Unterstützung der prorussischen Separatisten in der Ostukraine zerrüttet. Vukojevic und Vida hatten einige Jahre in der Ukraine verbracht.

Quelle: Apa/Dpa

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