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WM 2018

Deutschland will gegen Mexiko "ein Zeichen setzen"

Der Weltmeister plant eine Machtdemonstration gleich zum WM-Auftakt am Sonntag. "Wir wollen ein Zeichen setzen gegen Mexiko. Den Anspruch haben wir, das Spiel zu gewinnen", sagte Deutschlands Teamchef Joachim Löw bei der Abschluss-Pressekonferenz. Allzu große Sorgen am Beginn auszurutschen macht sich der Trainer nicht: "Wir haben im ersten Spiel unsere Leistung immer auf den Platz gebracht."

DFB-Cheftrainer Joachim Löw ist zuversichtlich SN/APA (AFP)/PATRIK STOLLARZ
DFB-Cheftrainer Joachim Löw ist zuversichtlich

Der lange Zeit verletzte und erst auf den letzten Drücker ins Team gerutschte Manuel Neuer soll auch in Russland wieder der große Rückhalt sein. "Ich denke, dass bei ihm alles da ist, was vorher da war. Beweglichkeit, Reaktionsfähigkeit, Ausstrahlung, fußballerische Qualität", sagte Löw vor seinem 100. Pflichtspiel als DFB-Trainer über den Tormann. Löw verriet einen Tag vor dem Spiel eine weitere Personalie: "Soviel kann ich schon sagen, Julian (Draxler) wird von Anfang an spielen."

Mexikos Fußball-Teamchef Juan Carlos Osorio will indessen auch gegen Weltmeister Deutschland an seiner offensiven Spielweise festhalten. "Man muss vor allem die Liebe zum Sieg entwickeln und nicht die Angst vor der Niederlage", sagte der Kolumbianer vor dem WM-Start gegen den Titelverteidiger am Sonntag (17.00 Uhr/live ORF eins) in Moskau. "Wir werden nicht die Art und Weise verändern, wie wir denken."

Osorio und sein Team seien davon überzeugt, "dass wir eine gute Chance haben werden, mit einer der besten Mannschaften mitzuhalten und ihr auf Augenhöhe zu begegnen". Torhüter Guillermo Ochoa zeigte sich ebenfalls selbstbewusst: "Wir bereiten uns schon lange auf diesen Tag vor und wir sind bereit und überzeugt, dass wir das schaffen können. Wir müssen kühlen Kopf bewahren, aber trotzdem mit Herz spielen."

Ochoa und Osorio präsentierten sich am Samstagabend auf der Abschlusspressekonferenz vor der Begegnung sehr konzentriert und fokussiert. Von Ablenkung oder Verunsicherung war trotz der Negativschlagzeilen der vergangenen Tage um schwache Tests, übertriebene Rotation des Trainers und eine angeblich ausschweifende Skandal-Party nichts zu spüren.

Dafür sorgten die Berichte über die Fiesta an einem freien Tag in der mexikanischen WM-Vorbereitung auf der Pressekonferenz des deutschen Teams für Erheiterung. "Ich glaube nicht, dass die Party der Mexikaner eine große Rolle für das Turnier spielt", antwortete Julian Draxler auf eine entsprechende Frage schmunzelnd. "Für uns war es lustig, die Berichte zu lesen."

Quelle: Apa/Dpa

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