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WM 2018

Sexismus bei WM laut Experten größeres Problem als Rassismus

Die befürchteten rassistischen Übergriffe sind bei der Fußball-WM in Russland ausgeblieben, stattdessen war Sexismus aus Sicht von Experten ein größeres Problem. Es habe mehr als 30 Vorfälle außerhalb der Stadien gegeben, in denen vor allem russische Frauen, aber auch Reporterinnen von Fans sexistisch belästigt worden seien, berichtete Piara Powar, Geschäftsführer des Fare Netzwerks in Moskau.

Es gab während der WM bisher 30 Sexismus Vorfälle SN/APA (Football Association)/-
Es gab während der WM bisher 30 Sexismus Vorfälle

"Dies ist eine relativ geringe Zahl, wahrscheinlich ist die Dunkelziffer aber zehnmal so hoch. Vieles ist nicht berichtet worden", sagte Powar am Mittwoch.

Insgesamt zog die Dachorganisation für den Kampf gegen Diskriminierung im Fußball ein weitgehend erfreuliches Fazit der WM. "Unsere Erfahrungen sind zum Teil sehr positiv gewesen", sagte Powar. Es habe beispielsweise keine Berichte über rassistische Vorfälle gegeben. "Wir wissen, was im russischen Fußball schon passiert ist. Die Sorge war, dass es überschwappen könnte auf die Weltmeisterschaft", erklärte er.

Powar lobte dabei vor allem die Menschen im Gastgeberland. "Sie waren sehr gastfreundlich und warmherzig, sie haben eine großartige Rolle gespielt." Er betonte in Richtung FIFA, dass Homophobie zukünftig genauso hart gesühnt werden sollte wie Rassismus und dort noch Handlungsbedarf bestehe.

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