Fußball

WM-Bankrott: Satire-Magazin narrt russisches Staatsfernsehen

Mehrere osteuropäische Medien sind auf eine schräge Meldung der deutschen Online-Satireseite "Postillon" zur Fußball-WM hereingefallen. Es geht um Schnaps - und die Pleite eines deutschen Wirtes.

WM-Bankrott: Satire-Magazin narrt russisches Staatsfernsehen SN/APA/EPA/ROBERT GHEMENT
Miroslav Klose, Toni Kroos & Co. sollen einen Wirten zur Pleite geschossen haben.

"Postillon"-Macher Stefan Sichermann hatte am Mittwoch - einen Tag nach dem 7:1-Kantersieg der DFB-Elf gegen Brasilien - in einem Beitrag behauptet, ein deutscher Kneipenwirt stehe kurz vor der Pleite, weil er seinen Gästen für jedes Tor einen Schnaps gratis versprochen habe. Den Scherz hielt das russische Staatsfernsehen "Rossija 24" für die Wahrheit und berichtete in einer Nachrichtensendung über den erfundenen Kneipenwirt. Selbst überzogene Details der Meldung, wie 62 Gäste mit Alkoholvergiftung und eine Sehnenscheidenentzündung des Wirts vom Ausschenken, machten den Sender nicht stutzig. Die Facebook-Seite des "Postillon" verwies in der Zwischenzeit auf acht weitere Medien, die den Beitrag ebenfalls übernommen hatten.

Sichermanns Online-Satirezeitung gibt es seit fünf Jahren. Voriges Jahr erhielt "Der Postillon" den Grimme Online Award.

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