Fußball

WM-Quali: In Cardiff braucht das ÖFB-Team einen eiskalten Torjäger

Für Marc Janko läuft es wieder einmal unrund beim Club. Dennoch führt am Routinier im ÖFB-Team kein Weg vorbei.

Immer für ein Tor gut sind Marko Arnautovic und Marc Janko.  SN/gepa pictures/ andreas pranter
Immer für ein Tor gut sind Marko Arnautovic und Marc Janko.

Auf Marc Janko war noch immer Verlass. Selbst als er um die halbe Welt anreisen musste, erzielte der Topstürmer wichtige Tore für Österreich. Sieben Treffer waren es allein auf dem Weg zur EURO nach Frankreich 2016. Im WM-Qualifikationsspiel gegen Wales am Samstag (20.45 Uhr, live in ORF eins) in Cardiff wäre wieder ein guter Zeitpunkt für ein oder mehrere Janko-Tore.

In der laufenden WM-Qualifikation hält der 34-Jährige bisher bei zwei Treffern und damit bei gleich vielen wie Innenverteidiger Martin Hinteregger. Beim 2:1-Sieg in Georgien sowie bei der 2:3-Niederlage in Serbien schlug Janko zu. Beim 2:0 gegen Moldawien musste sich der Routinier mit der Reservistenrolle zufriedengeben, beim 1:1 im Juni gegen Irland fehlte er wegen Angina. Dann kam noch der Clubwechsel vom FC Basel zu Sparta Prag. Keine glamouröse Bühne, dazu kamen Spekulationen, wonach er dort schon nach kurzer Zeit auf dem Abstellgleis stehe und verliehen werden solle. "Das gehört ins Reich der Fantasie", dementierte er diese Meldungen.

Fakt ist aber, dass er für Sparta noch relativ wenig gespielt hat. Nichts Neues für einen, der auf einer Station (Trabzonspor) einst sogar vom Training seines Clubs verbannt worden ist. "Ich vertraue auf meine Fähigkeiten", sagt Janko. "Ich habe schon oft bewiesen, dass ich im Team bereit bin, wenn es beim Club nicht läuft."

Für Marc Janko spricht auch in den Spielen gegen Wales und Georgien (Dienstag/20.45 Uhr in Wien), dass sich noch kein anderer auf seiner Position aufdrängen konnte. Guido Burgstaller, der in elf ÖFB-Einsätzen noch nie getroffen hat, musste das Teamcamp verletzungsbedingt bereits verlassen. Michael Gregoritsch zeigte sich bei seinem neuen Club FC Augsburg in guter Form, hat aber bei drei Einsätzen im ÖFB-Trikot erst 32 Minuten Spielpraxis gesammelt.

Ebenfalls gut drauf war zum Saisonstart Martin Harnik. In Österreichs Team glänzte er zumeist rechts in der Offensive, aber der Hannover-Legionär kann auch auf die Mittelstürmerposition rücken.

Beim 2:2 im Heimspiel gegen Wales war es Marko Arnautovic, der in die Torjägerrolle schlüpfte und beide Treffer erzielte. "Wir haben in diesem Match dominiert und hätten den Sieg verdient gehabt", sagt der 28-Millionen-Transfer-Rekordmann. Wer Torschütze ist, sei am Ende egal. Vom Erfolg in Cardiff ist Arnautovic überzeugt, "wenn alle Gas geben und kämpfen bis zum Umfallen".

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