Mixed

15-jährige Grabowski im EM-Semifinale über 200 m Rücken

Die Burgenländerin Lena Grabowski hat am Mittwoch bei den Langbahn-Europameisterschaften der Schwimmer in Glasgow über 200 m Rücken Rang 15 belegt. Die erst 15-Jährige verbesserte sich im Vergleich zum Vorlauf um 22/100 Sekunden auf 2:15,08 Minuten. Ihre Mitte Juni in Barcelona fixierte persönliche Bestzeit verpasste sie um 59/100.

"Semifinale ist die Bombe", hatte sie nach dem Einzug unter die besten 16 gejubelt. Erst am 10. September feiert die Juniorin ihren 16. Geburtstag. Beim Aufruf ihres Namens auf der großen Bühne lächelte Grabowski entspannt, genoss die Stimmung. Im Rennen selbst ließ sie sich nicht vom hohen Tempo der anderen verleiten, sondern folgte ihrer Marschroute. "Ich bin froh, dass es schneller war als in der Früh", sagte sie. "Es war das letzte Rennen vor den Sommerferien."

Es sei ihr bewusst, dass es etwas Besonderes ist, in ihrem Alter ein Semifinale zu erreichen. "Aber im Endeffekt kann ich es noch nicht ganz fassen." Insgeheim hatte sie vor der Reise nach Schottland auf den Aufstieg aus dem Vorlauf gehofft. "Aber als ich dann die Startliste gesehen habe, habe ich gedacht, das ist unmöglich. Jetzt taugt es mir natürlich. Ich habe mir selbst bewiesen, dass ich nach der nicht so guten J-EM aufstehen und weitermachen konnte."

Bernhard Reitshammer und Alexander Trampitsch waren je zweimal im Einsatz. Über 50 m Kraul schlugen sie in 22,97 (34.) bzw. 23,19 (45.) an, am Ende der Session erledigten sie in der OSV-Mixedstaffel über 4 x 100 m Kraul die ersten vier Längen. Dabei unterbot Startschwimmer Trampitsch in 49,73 Sek. seine ein Jahr alte OSV-Bestzeit um 6/100. Da die Leistung aber in einer Mixed-Staffel erzielt wurde, wird das nicht als OSV-Rekord anerkannt.

Während die Staffel - noch mit Lena Kreundl und Cornelia Pammer - in 3:31,93 Min. als Elfte nur um 57/100 vom Finale weg war, fehlte in den Einzeldisziplinen jeweils mehr. Über 50 m Delfin wurden Caroline Pilhatsch (27,72 Sek.) und Claudia Hufnagl (28,79) 30. bzw. 40. Über 100 m Delfin der Herren landeten Xaver Gschwentner (54,95), Paul Espernberger (55,37) und Simon Bucher (55,42) auf den Rängen 49, 52 und 54. Die einzige persönliche Bestzeit der OSV-Equipe in den Mittwoch-Vorläufen fixierte Elena Guttmann über 50 Brust in 32,11 Sek. (25.), Pammer (31.) kam auf 32,48.

Freiwasser-Schwimmer David Brandl hat am Mittwoch über 5 km in einem 24-köpfigen Feld Rang 19 belegt. Der Rückstand auf den ungarischen Sieger Kristof Rasovszky betrug nach einer Rennzeit von rund 53 Minuten aber nur 43,6 Sekunden. Außerdem war der Oberösterreicher in der Anfangsphase im dichten Feld zweimal auf der Nase getroffen worden.

Ein erster Verdacht auf einen Bruch bestätigte sich nach einer ersten Untersuchung nicht, in diesem Fall wäre Brandls Antreten am Donnerstag (13.30 Uhr MESZ) über 10 km kaum möglich. "Ich habe am Anfang eine auf die Nase bekommen und gleich darauf ein zweites Mal", erzählte Brandl über die Zwischenfälle. "Das war ein bisschen irritierend." Der Anschluss nach ganz vorne war damit weg, das Ziel Top Ten nicht mehr erreichbar. Allerdings fehlten darauf nur 10,0 Sek.

Bei 17 Grad Wassertemperatur wurde mit Neoprenanzügen geschwommen, das wird auch am Donnerstag wieder so sein. "Auf den 10er lässt der 5er keine Rückschlüsse zu, das ist ein komplett anderes Rennen", erklärte Coach Marco Wolf der APA - Austria Presse Agentur. Sein Schützling werde versuchen, sich aus dem dichten Mittelfeld herauszuhalten und nach vorne zu orientieren. Angesichts der Umstände sei der Rückstand auf den 5-km-Sieger sehr in Ordnung.

Das Damen-Rennen ging an die erst 24-jährige Favoritin Sharon van Rouwendaal, die 10-km-Olympiasiegerin 2016. Noch 2015 war die Niederländerin im Becken auf den langen Kraulstrecken in der Weltspitze gewesen. Auf den Plätzen landeten Leonie Antonia Beck (GER) mit 16,8 Sekunden Rückstand und die Olympia-Zweite Rachele Bruni (ITA/+48,6). Silber und Bronze bei den Herren ging an Axel Reymond (+2,8) und Logan Fontaine (beide FRA/5,5).

Quelle: APA

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