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5. Saisonsieg Hamiltons in Spa vor Bottas und Verstappen

Die Formel-1-Saison wird immer mehr zu einer klaren Angelegenheit für Titelverteidiger Lewis Hamilton. Im siebenten Rennen gewann der schon im Qualifying überragende Brite am Sonntag beim Großen Preis von Belgien in Spa-Francorchamps bei einem Start-Ziel-Sieg vor Teamkollege Valtteri Bottas und Max Verstappen (Red Bull). Er führt die Gesamtwertung bereits 47 Punkte vor Verstappen an.

Start-Ziel-Sieg für den Weltmeister SN/APA (AFP)/FRANCOIS LENOIR
Start-Ziel-Sieg für den Weltmeister

Nach seinem fünften Saisonsieg trennen Hamilton nur noch zwei Grand-Prix-Erfolge von Rekordhalter Michael Schumacher. Der deutsche Rekordweltmeister hat 91 Rennen gewonnen. Bereits beim Italien-Doppel am 6. September in Monza bzw. eine Woche später in Mugello könnte Hamilton Schumacher einholen.

Der sechsfache Weltmeister degradierte bei seinem 89. Triumph die Konkurrenz zu Statisten. Für Red-Bull-Mann Max Verstappen rückt der Traum, jüngster Weltmeister aller Zeiten zu werden, immer weiter in die Ferne. "Ich konnte gegen sie nicht wirklich kämpfen, und am Ende sind mir die Reifen ausgegangen", gab Verstappen lapidar zu Protokoll.

Hamilton war auch durch einen Re-Start nach einem heftigen Unfall, den Antonio Giovinazzi und George Russell im Gegensatz zu ihren Willams- und Alfa-Romeo-Rennwagen in der zehnten Runde unbeschadet überstanden, nicht aus der Ruhe zu bringen. Er kontrollierte jederzeit das Geschehen und fuhr wie schon zwei Wochen zuvor in Barcelona in einer eigenen Liga. Der Spannung tat das nicht gut.

Die beste Chance, dem Rennen eine andere Geschichte zu geben, verpassten Hamiltons Konkurrenten bereits am Start. Bottas kam am Dominator nicht vorbei, Verstappen war damit beschäftigt, einen Angriff seines ehemaligen Teamkollegen Daniel Ricciardo (Renault) abzuwehren, der später zu Rennende auch die schnellste Runde markieren sollte. "Der Start (in Spa) ist ein Albtraum. Ich bin froh, dass diese erste Runde gut vorbeigegangen ist", meinte Hamilton nach getaner Arbeit.

"Es war kein so leichtes Rennen", betonte der Engländer, der etwa von Bremsmanövern und Temperaturverlust in Kurve fünf berichtete. "Wirklich nervös hat mich das aber nicht gemacht", fügte er an. "Ich bin 35 Jahre alt und bin immer noch spitze, das ist einfach top. Auch, weil ich so ein tolles Team hinter mir habe", streute er seinem Mercedes-Rennstall Rosen.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff musste eigenen Angaben nach "in den letzten fünf, sechs Runden ein bisserl zittern", wie er im ORF sagte. Der Wiener fürchtete nach der Ein-Stopp-Strategie einen Reifenplatzer in letzter Sekunde. "Es war ein Nachhausetragen der Autos", betonte Wolff. Verschärft war das Problem noch durch Bottas worden, der zehn Runden vor dem Ende über ein Taubheitsgefühl in einem Bein geklagt hatte.

Ferrari erlebte hingegen vor den Italien-Wochen mit dem 1.000. Rennen der Scuderia den nächsten verheerenden Absturz. Der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel und sein Teamkollege Charles Leclerc landeten nur auf den Plätzen 13 und 14. "Es gibt ein paar Ansätze, es ist aber klar, dass sich da in den nächsten Wochen nichts dramatisch ändern wird", gab ein ernüchterter Vettel zu Protokoll. Jener Mann, der ihn in der kommenden Saison bei Ferrari ersetzen wird, konnte am Sonntag gar nicht an den Start gehen: McLaren-Pilot Carlos Sainz jr. musste mit einem technischen Defekt w.o. geben.

Quelle: APA

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