American Football

Super Bowl: Warum der Favorit über sich hinauswachsen muss

Die Kansas City Chiefs um Patrick Mahomes treffen in der 54. Auflage des NFL-Finales auf die bärenstarken San Francisco 49ers.

Gefordert: Patrick Mahomes. SN/APA (AFP)/PEDRO PARDO
Gefordert: Patrick Mahomes.

Als die Kansas City Chiefs Ende August in der Preseason der National Football League gegen die San Francisco 49ers mit 17:27 verloren, war nicht abzusehen, dass schon der Super Bowl LIV die Chance zur Revanche bietet. Während AFC-Dominator Kansas City davor nur knapp am Einzug in das NFL-Finale gescheitert war, hatten die Kalifornier die NFC an vorletzter Stelle abgeschlossen. Die Clubs trennten Welten. In der Nacht auf Montag (0.30 Uhr MEZ/live Puls 4) begegnet man sich nur wenige Monate später im größten Einzelsport-Spektakel der Welt auf Augenhöhe.

Im Duell der Sieger der beiden Conferences der NFL favorisieren die Buchmacher den AFC-Triumphator Kansas City nur knapp. Zu stark präsentierte sich der einstige Underdog San Francisco, der den NFC-Grunddurchgang als Nummer eins beendete und in den Play-offs weder gegen die Minnesota Vikings (27:10) noch gegen die Green Bay Packers (37:20) in Bedrängnis zu bringen war. Die 49ers stellen die zweitbeste Defensive der gesamten Liga. Vor allem mit Pässen (die Stärke der Chiefs) ist man kaum zu überwinden. In der Offensive waren heuer nur drei Teams besser. Die Last liegt dabei weniger auf Pässen von Quarterback Jimmy Garoppolo, der als Ersatzmann für New-England-Superstar Tom Brady schon zwei Mal den Super Bowl gewonnen hat. Das Prunkstück ist das Laufspiel um Raheem Mostert, der Green Bay im NFL-Halbfinale mit vier Touchdowns fast im Alleingang besiegte. Dass Kansas City heuer Schwächen gegen laufstarke Teams offenbarte, spielt den 49ers auf dem Weg zum fünften Super-Bowl-Sieg - dem ersten seit 1995 - in die Karten.

Warum glauben die Buchmacher trotzdem an den ersten Super-Bowl-Sieg der Chiefs seit 1970? Erstens: Das Team aus Missouri hat die wohl explosivste Offensive der NFL. Dank des spektakulären Ausnahme-Quarterbacks Patrick Mahomes, im Vorjahr als wertvollster Spieler der NFL ausgezeichnet, kann jeder Spielzug in die Endzone führen. Nicht nur bei den Play-off-Siegen gegen die Houston Texans (51:31) und die Tennessee Titans (35:24) wurde deutlich, dass man so Spiele binnen weniger Minuten drehen kann. Zweitens: Andy Reid. Der erfahrene Coach liegt mit 221 Siegen auf Rang sechs der Trainer- Bestenliste, wartet aber noch auf seinen ersten Ring, den es für den Super-Bowl-Champion gibt. Nach einem spielfreien Wochenende hat der 61-Jährige 23 seiner 28 Duelle gewonnen. Im Super Bowl wird es einen perfekten Masterplan brauchen, um die 49ers zu bezwingen.

Quelle: SN

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