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Armstrong: Drohendes Doping-Verfahren ist "Posse"

Armstrong soll nach Willen der US-Anti-Doping-Agentur (USADA) wegen jahrelanger Manipulation und Handels mit Dopingmitteln angeklagt werden. Armstrong selbst weist wie immer alle Beschuldigungen von sich.

Armstrong: Drohendes Doping-Verfahren ist "Posse" SN/apa (epa)
Armstrong weist alle Vorwürfe zurück.

Nach Sichtung der Beweise gab eine Kommission am Freitag der Agentur Grünes Licht für eine offizielle Anklage. Er denke gar nicht daran, sich von der "USADA-Posse" aus der Ruhe bringen zu lassen, twitterte er am Samstag. Allerdings wird der Ton in der Affäre merkbar rauer. Armstrong schreckt vor persönlichen Diffamierungen nicht mehr zurück. Am Freitag hatte er über Twitter eine heftige Attacke gegen ein Mitglied der Kontrollkommission lanciert, den Jura-Professor Clark Griffith. Gegen diesen läuft derzeit ein Verfahren wegen des Verdachts auf Exhibitionismus. "Wow. USADA sucht sich ja Leute aus", schrieb Armstrong dazu.

Nach seiner Genesung von Hodenkrebs hatte er die einzigartige Tour-Siegesserie zwischen 1999 und 2005 gestartet - nach Ansicht der USADA aber nicht mit regulären Mitteln. In einem 15-seitigen Schreiben an Armstrong, dessen langjährigen Teamchef Johan Bruyneel sowie Betreuer und Ärzte ist von EPO-, Testosteron-, Kortison- und Blutdoping die Rede, das die Beschuldigten in den Teams US Postal, Discovery Channel, Astana und RadioShack viele Jahre betrieben haben sollen.

Armstrong geht gegen Gegner nicht zimperlich vor. Seinen ehemaligen Teamkollegen Floyd Landis, inzwischen Zeuge der USADA, bezeichnete Armstrong mehrfach öffentlich als Lügner. Die USADA kann in einem Prozess nach eigenen Angaben zehn Zeugen aufbieten, darunter wohl auch Armstrongs frühere Mannschaftskollegen Tyler Hamilton und Frankie Andreu sowie dessen Frau.

(Apa/Dpa)

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