Mixed

Bekommt die Formel E den ersten Österreicher?

Der Allgäuer Maximilian Günther hat eine Tiroler Mutter und daher immer schon auch einen österreichischen Pass. Der aktuelle Formel-2-Pilot (BWT Arden) will in der kommenden Saison in die Elektroformel einsteigen.

Während die meisten Motorsportserien in die Zielgerade biegen und nicht nur in der Formel 1 ein heißer Herbst bevorsteht, bereiten sich die Teams der Formel E auf Saison fünf vor - die ja mit dem Auftaktrennen in Riad (Saudi Arabien) am 15. Dezember einen Meilenstein setzen wird. Dann ist auch der Autowechsel zu Rennhalbzeit Geschichte, die neuen Batterienpacks (von McLaren) sollen die 50-Minuten-Distanz durchhalten.
In Saison fünf macht BMW sein bisheriges Engagement bei Andretti Motorsport zum offiziellen Werkauftritt. Die Münchner präsentieren Auto und Fahrer am Freitag (14. 9.) just in ihrem Classic-Zentrum in Schwabing. Die Fahrer? Noch geheim, aber ziemlich sicher wieder der Ex-Red-Bull-Junior Antonio Felix da Costa ein Cockpit besetzen und dazu - das wäre eine allgemeine Überraschung - Langstreckenspezialist Alexander Sims. Der Brite gewann 2016 gemeinsam mit Philipp Eng die 24 Stunden von Spa in einem Rowe-M6 und wurde heuer dort Zweiter - hinter dem Salzburger.
Bei Audi bleibt das Duo mit Ex-Champion Lucas di Grassi und Rennsieger Daniel Abt gleich. Mercedes, offiziell als Werk erst in Saison sechs ab Ende 2019 dabei, fühlt schon jetzt über HWA und Venturi (dort ist bekanntlich seit Juli Susie Wolff Teamchefin) vor. Die Stuttgarter wollen am 8. Oktober ihr Team "aufdecken". Die Auswahl der Fahrer ist für Motorsport-Chef Toto Wolff eine übergroße: Von Formel-1-Piloten, die dort übrigbleiben, bis zu den aktuellen DTM-Piloten, die ab dem Finale in Hockenheim (15. 10.) "arbeitslos" sein werden.
Dass Lucas Auer in die Formel E wechseln wird, gilt derzeit als eher unwahrscheinlich. Andere DTM-Fahrer hätten bei einem Test besser abgeschnitten, war zu erfahren, und Onkel Gerhard Berger sagte dazu: "Die Formel E ist kein Rennsport, sondern Batteriemanagement. Luggi soll sich in Richtung Formel 1 orientieren."
Allgemein wird Gary Paffett, der gegen Teamkollegen Paul di Resta um einen weiteren DTM-Titel fährt, als erster Kandidat für einen HWA-Platz in der Formel E gehandelt.
Und es könnte auch einen Österreicher in der Elektroserie geben: Maximilian Günther (21). Der aktuelle Formel-2-Fahrer (13.) und Dritte der Formel-3-EM 2017 gilt überall als Deutscher, ist durch seine Mutter aber auch Österreicher. Er wurde in Oberstdorf geboren und lebt in Rettenberg nahe der Tiroler Grenze. Günther soll beim offiziellen F-E-Test Mitte Oktober in Valencia für Dragon-Penske antreten.

Aufgerufen am 14.11.2018 um 09:08 auf https://www.sn.at/sport/mixed/bekommt-die-formel-e-den-ersten-oesterreicher-39963172

Schlagzeilen