Mixed

Bendrat krönt sich zur neuen Hürden-Queen

Leichtathleten nutzten in Rif den Heimvorteil und räumten bei der Staatsmeisterschaft groß ab.

Bendrat krönt sich zur neuen Hürden-Queen SN/gepa pictures
Stephanie Bendrat besiegte Olympia-Starterin Beate Schrott.

Olympialimit nur hauchdünn verpasst, aber mit Gold, Silber und Bronze die Saison versöhnlich beendet: Union-Sprinterin Stephanie Bendrat hat bei der Heimstaatsmeisterschaft über die 100 m Hürden ihren Status als Österreichs derzeit beste Hürdenläuferin eindrucksvoll untermauert. Die EM-Teilnehmerin ließ Beate Schrott im Finale keine Chance und legte trotz orkanartigem Gegenwind mit 13,65 Sek. eine beachtenswerte Zeit auf die Rifer Laufbahn. Schrott folgte mit über zwei Zehntel Rückstand auf Rang drei. "Das war ein toller Abschluss der Saison, die Bronzene mit der Staffel ist noch einmal eine tolle Draufgabe", sagte Bendrat nach ihrem letzten Einsatz. "Ich hatte etwas Bedenken wegen des starken Windes, aber zum Glück ist alles gut gegangen. Ich freue mich wirklich sehr".

Schrott sah wenige Wochen vor ihrem Start in Rio keinen Grund zur Panik. "Ich freue mich für Steffi. Sie hat heuer eine sensationelle Saison abgeliefert und sich den Sieg hier wirklich verdient", sagt die Olympia-Finalistin von London. Bendrat stellte am Samstag auch im 100-m-Sprint ihre Hochform unter Beweis und musste sich nur um zwei Hundertstel geschlagen geben. "11,75 ist ohne Spezialtraining eine starke Zeit und ich bin auch mit Silber sehr zufrieden", sagt Bendrat. Mit Staffel-Bronze vervollständigte die Studentin ihren Medaillensatz.

Eine starke Olympia-Generalprobe gelang Günther Matzinger vom ÖTB-Salzburg. Direkt von der Rio-Einkleidung aus Wien angereist gab es keinen Heimvorteil für den Paralympics-Sieger, über 400 m war jedoch von der langen Autofahrt nichts zu merken. Mit der Zeit von 48,28 Sek. verbesserte der 29-Jährige seine persönliche Bestleistung um eine Hundertstel und wurde Dritter, nur eine Stunde später rollte er das Feld über die doppelte Stadionrunde von hinten auf und holte sich vor seinem Vereinskollegen Maxi Fridrich die Goldmedaille. "Das Rennen ist eben nicht nach 700, sondern erst nach

800 m vorbei", scherzte Matzinger nach seiner erfolgreichen Titelverteidigung, während er im Ziel von Landestrainerin Olivia Raffelsberger mit einem Konfettiregen empfangen wurde.

Zur Gewohnheitssache sind Goldmedaillen für Sprung-Ass Michaela Egger (Union) längst geworden, in der Heimat den Dreisprung-Titel zu holen war dennoch etwas Besonderes für sie. "Ein Traum geht in Erfüllung", jubelte sie nach ihrem Satz zu Triumph Nummer elf en suite. Im Weitsprung bewies sie Nervenstärke und segelte nach zwei Fehlversuchen im dritten Anlauf zu Gold. Ihre erst 15-jährige Vereinskollegin Ingeborg Grünwald holte mit Bronze im Weitsprung ihre erste Medaille bei einer Staatsmeisterschaft.

Insgesamt räumten die Salzburger Athleten 16 Medaillen ab, fünf davon in Gold. "Alle haben abgeliefert und uns ist alles aufgegangen. Die Richtung stimmt", war Raffelsberger zufrieden.

Quelle: SN

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