Mixed

Berdych in erster Runde des Erste Bank Open ausgeschieden

Das Wiener Erste Bank Open hat gleich am ersten Hauptbewerbstag seine Nummer zwei verloren. Der Tscheche Tomas Berdych unterlag im letzten Montag-Einzel in Runde eins des ATP-Tennisturniers dem 24-jährigen georgischen Qualifikanten Nikolos Basilaschwili 4:6,7:6(5),5:7. Es war Berdychs dritte Startschlappe in Folge. Basilaschwili, Weltranglisten-107., trifft nun auf den Russen Karen Chatschanow.

Berdych in erster Runde des Erste Bank Open ausgeschieden SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Der Tscheche unterlag dem Qualifikanten Nikolos Basilaschwili.

Zuvor gaben im ersten Viertel des Erstrunden-Programms starke Aufschläger den Ton an. Dabei zogen mit dem 2,11-m-Mann Ivo Karlovic und 2,08-m-Hüne John Isner auch zwei "Riesen" ins Achtelfinale ein. Weiter kam mit dem Russen Karen Chatschanow auch einer der "NextGen"-Generation. Zudem blieb der Bosnier Damir Dzumhur im Bewerb.

Chatschanow hatte am Freitag die letzte Wildcard für den ATP-500-Event in der Stadthalle erhalten und dankte es mit einem 6:4,6:4-Sieg gegen Andreas Seppi (ITA). Dem 20-Jährigen stand damit womöglich ein Duell mit Tomas Berdych (2) und damit sein zweites Kräftemessen mit einem Top-Ten-Mann bevor, nachdem er bei den US Open in Runde zwei Kei Nishikori (JPN) in vier Sätzen unterlegen war. Berdych musste dafür aber am Abend noch einen Auftaktsieg landen.

Der mit 1,98 m und damit auch stattlicher Körpergröße ausgestattete Chatschanow ist seit 2013 Profi, stand Anfang des Jahres in der Weltrangliste außerhalb der Top 150, nahm aber Anfang Oktober bereits Position 55 ein. Aktuell ist er 63. Begründet ist sein Karrierehoch primär durch seinen Premieren-ATP-Titel unmittelbar davor in Chengdu in China. Es folgten allerdings Auftakt-Niederlagen in Shanghai und Moskau, ehe er am Montag nun wieder einen Sieg landete.

Die Belastung der eigenen Erwartungshaltung nach einem Turniersieg sei es aber nicht gewesen, warum es für ihn in den vergangenen beiden Turnieren nicht geklappt hat. "Es kommt immer auch darauf an, gegen wen man spielt", beantwortete der locker wirkende Moskowiter eine Frage der APA - Austria Presse Agentur. Als Beispiel führte er seine Niederlage in Shanghai gegen den späteren deutschen Viertelfinalisten Mischa Zverev an.

Obwohl der in Barcelona von Galo Blanco trainierte Chatschanow wohl vor dem baldigen Sprung in die Top 50 steht, setzt er sich kein Ranking-Ziel. "Ich muss nur weiter arbeiten und mein Bestes geben. Ich möchte zuerst spielen, und dann auf das Ranking schauen." Verbesserungspotenzial sieht der Real-Madrid- und Basketball-Fan mit dem Aufschlag als seine stärkste Waffe aktuell bei seinem Spiel am Netz.

Der mittlerweile 37-jährige Karlovic fühlt sich in der Wiener Stadthalle recht wohl, erreichte in den vergangenen beiden Jahren das Viertelfinale. Das bekam diesmal Vorjahres-Finalist Steve Johnson zu spüren, der US-Amerikaner kassierte vom Kroaten 16 Asse und unterlag 6:7(5),3:6. Karlovic trifft nun auf den Qualifikanten Dzumhur, der Bosnier tanzte mit seinen 1,75 m und nur drei Assen aus der Reihe. Der 24-Jährige besiegte Nicolas Almagro (ESP) 6:3,5:7,6:0.

Der US-Amerikaner Isner wiederum spielte seine gewohnte Servicestärke bei einem 6:7(1),6:3,6:4-Erfolg gegen Jan-Lennard Struff aus. Der Deutsche stand mit seinen 13 gegenüber 18 Assen des Gegners aber nicht viel nach. Isner hat seinen Wien-Bestwert mit dem Achtelfinale vom Vorjahr damit schon eingestellt, seinen nächsten Gegner wird er mit Feliciano Lopez (ESP) oder Metz-Titelträger Lucas Pouille (FRA-7) am Dienstagnachmittag erfahren.

Am "THIEMstag" werden in den beiden letzten Matches auf dem Centre Court alle drei Österreicher im Einsatz sein. Zunächst steigt das Österreicher-Duell von Dominic Thiem (3) mit Gerald Melzer, danach trifft Jürgen Melzer auf den Spanier Roberto Bautista Agut (4). Der Ältere der Melzer-Brüder ist am Montagvormittag aus Moskau beim Heimturnier angekommen. An seinen Ambitionen ließ der 35-jährige Jürgen keinen Zweifel: "Ich bin nach wie vor voll motiviert."

Quelle: APA

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