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Biathlon: Schlagkräftig zur Heim-WM

Alles neu bei den ÖSV-Biathletinnen vor dem Highlight in Hochfilzen im Februar 2017. Im Training darf auch gelacht werden.

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Katharina Innerhofer, Susanne Hoffmann und Christina Rieder (v. l.) nehmen Box-Coach Conny König in die Mangel.  

Der Schweiß fließt in Strömen im Training der österreichischen Biathletinnen. Doch nicht Langlaufen, Skaten oder Schießen war dieser Tage angesagt, sondern Boxen. ÖSV-Trainer Walter Hörl hat seinen Mädels Abwechslung verordnet: "Da ich Box-Coach Conny König schon lange kenne, habe ich eine Einheit bei ihm im King5-Powerhof organisiert."

Auf 1200 Metern Seehöhe legten sich die Sportlerinnen unter Anleitung des ehemaligen Olympiaboxers so richtig ins Zeug. Sich mit Boxhandschuhen zu duellieren oder auf den Sandsack einzuschlagen, hat ihnen richtig Spaß gemacht. "Es wird überhaupt viel gelacht im Training", sagt Katharina Innerhofer aus Maria Alm, die nach langer Krankheitspause im vorigen Winter wieder vor Tatendrang sprüht. Für die lockere Atmosphäre sorgt der neue Trainer Vegard Bitnes. Der Norweger, der schon mit den drei Schweizer Schwestern Gasparin erfolgreich war, wurde als Verstärkung für die Saison geholt, deren Höhepunkt die Heim-Weltmeisterschaft in Hochfilzen (8. bis 19. Februar 2017) ist.

Bitnes Einheiten von der Kraftkammer ins Freie. "Ich nenne das ,Ghetto-Gym'", scherzt er. Die Frauen schätzen die Abwechslung. Neben Innerhofer stehen mit Christina Rieder aus Leogang und Susanne Hoffmann aus Saalfelden zwei Salzburgerinnen in seiner Truppe.

Eine eigene Trainingsgruppe im ÖSV bildet das Trio Lisa Hauser (Tirol), Dunja Zdouc (Kärnten) und Julia Schwaiger (Saalfelden). Sie arbeiten weiter mit ihrer bisherigen Trainerin Sandra Flunger. Ähnliche Konstellationen, die dem Wunsch nach individuell angepasstem Training Rechnung tragen, werden im Herrenteam schon seit einigen Jahren mit Erfolg praktiziert.

Wieder vereint sind alle ÖSV-Skijägerinnen spätestens, wenn es im November in die Ausscheidungsrennen um die Weltcup-Startplätze geht. Und die werden beinhart: "Gesetzt ist niemand", sagt Walter Hörl.

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