Mixed

Blake besiegte Bolt und lief in 9,75 Bestzeit

Weltmeister Yohan Blake hat vor den Olympischen Spielen ein dickes Ausrufezeichen gesetzt und Weltrekordhalter Usain Bolt bei den jamaikanischen Olympia-Trials über 100 m klar in die Schranken gewiesen.

Blake besiegte Bolt und lief in 9,75 Bestzeit SN/apa (archiv/epa)
Blake sagt Bolt den Kampf an.

Blake war im Nationalstadion in Kingston um eine Hundertstel schneller als Olympiasieger Bolt Ende Mai in Rom. Er hat in der ewigen Rangliste nur noch Bolt (9,58), den US-Amerikaner Tyson Gay (9,69) und Powell (9,72) vor sich. Weltrekordhalter Bolt wurde vor 16.000 Zuschauern nach einem schlechten Start in 9,86 Sekunden gestoppt. Als Dritter für die Olympischen Spiele in London qualifizierte sich der ehemalige Weltrekordler Asafa Powell (9,88).

Seine bisherige Bestmarke war Blake im vergangenen September in Zürich gelaufen, zehn Tage davor hatte er sich nach einem Fehlstart von Bolt in Daegu den WM-Titel geholt. "Ich hatte keine Druck, alles bestens, ich bin glücklich. Ich bin jamaikanischer Meister und so werde ich auch Olympia angehen", meinte Blake. Lob bekam er von seinem geschlagenen Trainingspartner Bolt: "Ohne Zweifel, Yohan ist ein erstklassiger Sprinter. Das sage ich schon seit Jahren." Blake ist nun die Nummer 4 in der ewigen Rangliste.

Der Weltrekordhalter verschenkte den Sieg aufgrund eines schwachen Starts. "Neben mir hat sich Nesta Carter bewegt. Und als der Schuss kam, war ich nicht konzentriert. Es ist wirklich hart, gegen Leute wie Blake und Powell mit ihrem Tempo am Ende zu laufen. Deshalb ist es für mich wirklich schlecht, im Block sitzen zu bleiben", erklärte Bolt.

Im Damenrennen triumphierte Fraser-Pryce in neuem Landesrekord, die bisherige Saisonbestmarke von Carmelita Jeter (USA/10,81) verbesserte sie deutlich. In der gesamten Geschichte jemals schneller waren bisher lediglich die US-Sprinterinnen Florence Griffith-Joyner (10,49), Carmelita Jeter (10,64) und Marion Jones (10,65). Platz zwei ging an die zweifache Olympiasiegerin über 200 m, Veronica Campbell-Brown (10,82). Das dritte Olympia-Ticket ergatterte Kerron Stewart (10,94).

Quelle: Apa/Ag.

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