Mixed

Bullen vor Mattersburg gewarnt

In der 23. Runde der Fußball-Bundesliga könnte sich die Spreu weiter vom Weizen trennen. Tabellenführer Salzburg trifft auf die im Frühjahr ebenfalls noch unbesiegten Mattersburger. Die Austria will den Altachern im direkten Duell Platz zwei abknöpfen. Rapid droht mit einer Niederlage beim WAC endgültig die Mittelmäßigkeit. Ried braucht gegen die Admira drei Punkte, Sturm gastiert in St. Pölten.

Die Salzburger zeigten sich zuletzt toll in Schuss.  SN/APA/EXPA/ROLAND HACKL
Die Salzburger zeigten sich zuletzt toll in Schuss.

Salzburg zeigt vor den Mattersburgern und deren Sturmtank Stefan Maierhofer trotz eindeutiger Favoritenrolle Respekt. "Mattersburg hat sich gut verstärkt und ist derzeit sehr gefährlich", warnte Salzburg-Trainer Oscar Garcia. Dabei haben die Burgenländer auswärts in dieser Saison noch kein Spiel gewonnen. Unter Neo-Trainer Gerald Baumgartner ging es aber bergauf: 1:0 gegen Sturm Graz, 2:1 gegen den WAC - jeweils zu Hause. Die "Rote Laterne" des Tabellenschlusslichts haben die Burgenländer inzwischen an Ried abgegeben.

"Ich erwarte eine topmotivierte Mattersburger Mannschaft", sagte Oscar, der sein Team auf Altbewährtes einstellt. "Ich bin überzeugt, dass sie mit langen Bällen auf die Stürmer agieren werden. Sie werden auch versuchen, die zweiten Bälle zu gewinnen." Eine Schlüsselrolle nimmt dabei der Ex-Salzburger Maierhofer ein. Oscar: "Sie werden ihn sicher mit hohen und langen Bällen suchen. Er kann diese verwerten oder verlängern, ist im Strafraum gefährlich und gibt für die Mannschaft alles."

Die Bullen können aber eine gute Bilanz vorweisen: Die vergangenen fünf Heimspiele gegen die Mattersburger haben sie allesamt gewonnen. Verloren haben sie zu Hause gegen die Burgenländer in 19 Spielen der Red-Bull-Ära überhaupt erst einmal - im März 2012 (0:1).

Hyperlapse: Der Matchtag aus Fan-Perspektive


Der Salzburger Videokünstler Michael Leitner, durch seinen Hyperlapse-Clip "One Night in Salzburg" via YouTube und Social Media bekannt geworden, und hat in seinem neuesten Werk einen ganzen Matchtag in der Red Bull Arena in Time- bzw. Hyperlapse dokumentiert. Herausgekommen ist dieser beeindruckende Clip:

Austria hat Platz zwei im Visier

Die Austria hat inzwischen den zweiten Platz im Visier. Mit einem Heimerfolg über den SCR Altach könnten sich die Wiener als erster Verfolger von Tabellenführer Salzburg positionieren. Nach dem überzeugenden 4:0 in Graz ist das Selbstvertrauen der Violetten hoch. Winterkönig Altach wartet indes nach zwei Frühjahresrunden noch auf einen Erfolg.

Die Vorarlberger können im Ernst-Happel-Stadion wieder auf zwei zuletzt verletzte Stammkräfte zählen. Andreas Lienhart und Louis Ngwat-Mahop saßen am Freitag im Flieger Richtung Wien. Auf Boris Prokopic (Teilabriss Achillessehne) muss Altach indes bis Saisonende verzichten. Bei der Austria werden zwei Akteure der Paradeformation fehlen. Tarkan Serbest ist gesperrt, Petar Filipovic fällt mit einer Muskelverletzung aus.

Aufseiten der Wiener war vor der Partie viel von Wiedergutmachung die Rede. 1:5 unterlag die Austria Anfang November des Vorjahres im "Ländle", es ist die bisher höchste Saisonniederlage der Favoritner. "Diese Scharte muss man wegmachen. Das will man in der Saison nicht sehen, die Jungs sind heiß", erklärte Austria-Trainer Thorsten Fink. In Graz habe sich seine Mannschaft in hervorragender Verfassung präsentiert. "Jetzt müssen wir den Moment nutzen." Zwei Zähler trennen derzeit die Tabellennachbarn, mit einem Heimerfolg würden die Austrianer die Altacher überholen.

Gerade in der aktuellen Situation könnte es für Rapid angenehmere Aufgaben als ein Auswärtsspiel gegen den WAC geben. In der Lavanttal-Arena holte der Fußball-Rekordmeister in neun Versuchen erst einen Sieg, auch die Bundesliga-Gesamtbilanz gegen die Kärntner ist mit sechs Siegen, fünf Remis und sieben Niederlagen negativ.

Trainer Damir Canadi flößen diese Statistiken dennoch keine Furcht ein. "Was in der Vergangenheit dort passiert ist, ist nicht mehr relevant. Es liegt nun dieses Spiel vor uns, und das möchten wir positiv beschreiten und gewinnen - ganz ohne Blick zurück", sagte der Wiener. "Wir werden versuchen, den Gegner mit Tempo unter Druck zu setzen und so zu knacken. Gelingt uns das, dann ist dort für uns definitiv möglich, die Punkte mitzunehmen."

Große Unruhe herrscht bei Schlusslicht SV Ried vor dem Gastspiel bei der Admira. Nicht nur die Zukunft von Trainer Christian Benbennek steht in den Sternen. Auch die Abstiegsangst geht im Innviertel um. Vier Niederlagen in Folge haben die Rieder zuletzt kassiert. In der Südstadt soll die Trendwende gelingen.

"Mit Ruhe kommt man am besten aus solchen Situationen heraus. Wir haben aber Unruhe", konstatierte Benbennek im Gespräch mit der APA. Seit Tagen wird in den Medien über seine bevorstehende Ablöse spekuliert. "Die Unruhe belastet, alles andere wäre Blödsinn", gestand der Deutsche.

Nach dem 1:6-Heimdebakel vergangene Woche gegen Salzburg sei "ein bisschen Panik" aufgekommen. Benbennek kann das bei einem Punkt Rückstand auf den Achten St. Pölten nicht ganz nachvollziehen. "Wir werden unsere Punkte noch machen, die wichtigen Spiele kommen noch", betonte der 44-Jährige, der im Sommer in Ried angeheuert hatte - geholt von Reiter, dem Vorgänger des neuen Sportchefs Franz Schiemer.

Gegen die Admira erwartet Benbennek, der mehrere Stammkräfte vorgeben muss, ein Zweikampfspiel. "Das ist kein Gegner, vor dem wir zittern müssen."

Die Niederösterreicher haben seit fünf Runden nicht mehr gewonnen, im Frühjahr unter Neo-Trainer Damir Buric aber Remis gegen den Tabellenzweiten Altach (1:1) und bei Rapid (0:0) geholt. Gegen Ried ist die Admira zu Hause sechs Spiele ungeschlagen.

Große Hoffnungen setzen die Südstädter in Christoph Monschein. Der 24-Jährige hat fünf der vergangenen sechs Admira-Tore erzielt. "Er hat alle Voraussetzung eines modernen Stürmers. Er arbeitet auch sehr gut nach hinten", lobte Buric. Nicht zuletzt deshalb wurde Monschein bereits mit der Austria und Rapid in Verbindung gebracht - und mit Admiras Partnerclub Würzburger Kickers.

Das beste Auswärtsteam der Fußball-Bundesliga gastiert dann am Sonntag beim schwächsten Heimteam. Im Frühjahr ist Sturm Graz seiner Form bisher aber hinterhergelaufen. Die Grazer haben bei Aufsteiger SKN St. Pölten einiges gutzumachen - unter anderem die bittere 0:4-Heimniederlage vergangene Woche gegen die Wiener Austria. In zwei Spielen seit der Winterpause hat Sturm bisher weder einen Punkt geholt noch ein Tor erzielt. "Ein Erfolgserlebnis am Sonntag würde gewisse Dinge lösen", sagte Trainer Franco Foda.

Quelle: APA

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