Mixed

Das Volleyball-Fest war viel zu schnell vorbei

PSVBG Salzburg konnte Kroatiens Vizemeister beim 0:3 im Rückspiel streckenweise fordern, die Europacup-Sensation blieb vor einer beeindruckenden Kulisse in Rif aber aus.

Am starken Block der Gäste bissen sich Barbora Cidlikova und Co. die Zähne aus. SN/krugfoto/Krug Daniel sen.
Am starken Block der Gäste bissen sich Barbora Cidlikova und Co. die Zähne aus.

Europacup ade - die Mädchen von PSVBG Salzburg verabschiedeten sich am Mittwoch erhobenen Hauptes aus dem Challenge Cup, auch wenn das 0:3 (25:27, 14:25, 23:25) gegen Marina Kastela (CRO) nach dem 2:3 vom Hinspiel sehr deutlich aussah.

Trainer Uli Sernow resümierte: "Das Hinspiel war überragend, daheim haben wir phasenweise gezeigt, dass wir mithalten können." Und das als reines Amateurteam gegen eine Profitruppe.

Lang ist's her, dass ein Volleyballspiel in Salzburg derartige Zuschauermassen in Bewegung gesetzt hat. Erinnerungen an die legendären Schlachten von Paris Lodron in den 1990er-Jahren wurden wach. Fast 1000 Zuschauer, darunter mit Hans Mayr, Astrid Rössler und Martina Berthold die halbe Landesregierung, beflügelten die Salzburgerinnen sichtlich. Bis zu vier Punkte Vorsprung spielten Barbora Cidlikova und Co. im ersten Satz heraus. 20:16 stand es, doch dann zeigte das junge Team doch Nerven. Drei Satzbälle blieben ungenutzt, Marina Kastela hatte mit 27:25 das bessere Ende für sich.

Bei Salzburg war die Lockerheit weg, die Kroatinnen hatte der Satzgewinn an ihre Favoritenrolle erinnert. Ihre Angriffe kamen nun punktgenau, der Block stand am Netz wie eine Mauer. Die Salzburgerinnen setzten Herz und Leidenschaft dagegen, doch das war auf diesem Niveau zu wenig. Mit einer Rallye von 5:8 auf 13:8 machten die Gäste klar, dass sie keine Lust auf einen langen Abend hatten. Satz zwei war dann auch eine deutliche Angelegenheit für Marina Kastela.

Knapper wurde es im dritten Durchgang, doch es blieb bei einem Achtungserfolg für PSVBG Salzburg. Starke Angriffe von Kathrin Bruckmoser und Lucie Vinecka oder tolle Services der erst 16-jährigen Laura Kim Gerl machten bei vielen Zuschauern wohl Lust auf mehr. Lust auf mehr, das war auch das Stichwort für Trainer Sernow: "So eine tolle Kulisse hätten wir gern öfter. Es war eine tolle Erfahrung für die Mädchen, und es wird ihnen viel für ihre sportliche Entwicklung bringen."

Aufgerufen am 18.11.2018 um 11:09 auf https://www.sn.at/sport/mixed/das-volleyball-fest-war-viel-zu-schnell-vorbei-537808

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