Mixed

Dieses Mal ist Thiem im Vorteil

Im Viertelfinal-Hit der French Open trifft Dominic Thiem auf Alexander Zverev. Warum Österreichs Tennisstar gewinnt.

„Jung und ambitioniert“: Frankreichs Presse ruft den Viertelfinal-Schlager in Roland Garros aus. SN/mortsch
„Jung und ambitioniert“: Frankreichs Presse ruft den Viertelfinal-Schlager in Roland Garros aus.

Dominic Thiem ist sich der Brisanz des Aufeinandertreffens bewusst: "Es ist das Spiel, das sich in Deutschland und Österreich jeder gewünscht hat." Österreichs Tennisstar kämpft heute, Dienstag (14 Uhr), gegen Alexander Zverev um das Halbfinale bei den French Open. Bei den Buchmachern gilt Thiem als leichter Favorit, Trainer Günter Bresnik schiebt Zverev diese Rolle zu. Die SN-Prognose sagt einen Viersatzsieg für Thiem voraus.

Die Form: Zverev hat auf Sand heuer nur zwei Matches verloren: im Halbfinale von Monte Carlo und im Finale von Rom. Dazwischen feierte die Nummer drei der Welt zwei Turniersiege in München und Madrid mit insgesamt nur einem Satzverlust. "Die Ergebnisse bisher sprechen für Zverev", sagt Bresnik. Während jedoch Thiems Leistungskurve nach oben zeigt, er inklusive Lyon bereits acht Siege in Folge gefeiert und zuletzt gegen Kei Nishikori über sehr weite Strecken fantastisch gespielt hat, mühte sich Zverev zu drei Fünfsatzsiegen. Thiem legt vor: 6:3.

Die Erfahrung: Für Thiem ist es das dritte Viertelfinale in Paris, für Zverev das erste bei einem Grand-Slam-Turnier überhaupt. "Das könnte ein kleiner Vorteil für mich sein", sagt der Weltranglistenachte. Während er seit den US Open 2016 jedes Mal die zweite Woche eines Majors erreichte, hat Zverev dies erst zum zweiten Mal geschafft. Der 21-Jährige kämpft auf höchster Ebene noch um die Konstanz. Vom Grand-Slam-"Trauma" will er zwar nichts wissen, dennoch baut Thiem die Satzführung aus: 7:5.

Die Psyche: Der Österreicher hat schon große Spiele gewonnen, wie hier im Vorjahr das Viertelfinale gegen Novak Djoković. Bei den vergangenen drei Majorturnieren ließ er aber große Möglichkeiten aus, noch weiter zu kommen. In Wimbledon gegen Tomáš Berdych, bei den US Open gegen einen angeschlagenen Juan Martín del Potro nach 2:0-Satzführung und bei den Australian Open gegen Tennys Sandgren erlitt er bittere Fünfsatzniederlagen. Zverev hingegen gewann schon drei ATP-1000-Titel, er legt in den wichtigsten Spielen noch zu. Außerdem hat er das letzte direkte Duell im Madrid-Finale relativ klar (6:4, 6:4) gewonnen. Zverev verkürzt, Thiem verliert 6:7.

Die Fitness: "Zverev hat den besseren Aufschlag und Return. Von der Grundlinie ist Dominic besser", sagt Trainer Günter Bresnik. Das Ziel seines Schützlings wird also sein, bei Zverevs Aufschlagspielen in die Rallye zu kommen. Auch deswegen, weil der Deutsche drei Fünfsatzmatches in den Beinen hat. "Ich erwarte wieder fünf Sätze und fühle mich dafür bereit. Ich habe gezeigt und jeder weiß jetzt, dass ich so lange spielen kann, bis ich gewonnen habe", sagt Zverev. Sein Selbstvertrauen in Ehren, aber gegen einen Thiem in Topform werden sich die Strapazen kenntlich machen. "Ich glaube nicht, dass er körperlich einbricht, aber wichtiger ist, dass ich mich topfit fühle. Ich bin fast 25 und will den nächsten Schritt machen", sagt Thiem. Er gewinnt den vierten Satz 6:4.

Quelle: SN

Aufgerufen am 18.10.2018 um 02:48 auf https://www.sn.at/sport/mixed/dieses-mal-ist-thiem-im-vorteil-28787740

Kommentare

Schlagzeilen