Mixed

Djokovic im Paris-Viertelfinale gegen Cecchinato

Während Dominic Thiem und Alexander Zverev schon länger ihr Viertelfinal-Duell bei den French Open fixiert hatten, folgten ihnen am Sonntag in der unteren Tableauhälfte auch noch wie erwartet der Serbe Novak Djokovic mit einem Sieg über Fernando Verdasco und überraschend der Italiener Marco Cecchinato nach. Letzterer profitierte aber auch davon, dass Favorit David Goffin nicht ganz fit war.

Cecchinato gab gegen Goffin alles und wurde belohnt SN/APA (AFP)/CHRISTOPHE ARCHAMBAULT
Cecchinato gab gegen Goffin alles und wurde belohnt

"Ich habe gewusst, dass es eine schwierige Partie werden würde, weil er nach dem Sieg über Dimitrow mit viel Selbstvertrauen ins Match gegangen ist", meinte Djokovic nach dem 6:3,6:4,6:2 über Verdasco noch auf dem Court auf Französisch. "Die ersten drei Games haben fast 30 Minuten gedauert. Aber es ist mir gelungen, in den wichtigen Momenten gut zu spielen", fügte der Serbe nach seinem 200. Sieg auf Sand hinzu.

Djokovic besiegte den als Nummer 30 gesetzten Spanier Verdasco, der sich für dieses Jahr für Kitzbühel angekündigt hat, hatte dabei aber ein hartes Stück Arbeit zu verrichten. Alleine schon die Auftaktgames waren so umkämpft, dass der erste Satz trotz eines 6:3 59 Minuten dauerte. Für den 34-jährigen Verdasco, der in der Runde davor den als Nummer 4 gesetzten Grigor Dimitrow in drei Sets ausgeschaltet hatte, wäre es im 15. Versuch sein erstes Viertelfinale in Roland Garros gewesen.

Doch der drei Jahre jüngere Djokovic erwies sich als kampfstark und eindeutig auf dem Weg zurück in Richtung seiner früheren Erfolge. Er erreichte schon sein 12. Viertelfinale an der Seine - und ist gegen den völlig überraschend so weit vorgestoßenen Cecchinato (ATP-Nr. 72) haushoher Favorit. Dessen Sieg über Pablo Carreno Busta (ESP-10) in der dritten Runde war von kaum jemand erwartet worden. Jener gegen Goffin auch nicht, allerdings hatte der Belgier mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.

Der 25-jährige Cecchinato hat in seinem fünften Grand-Slam-Turnier überhaupt erst seine ersten Hauptbewerbs-Siege geschafft. Nun ist er der am niedrigsten platzierte Spieler im Roland-Garros-Viertelfinale seit Ernests Gulbis (LAT/damals 80.) vor zehn Jahren. "Ich bin sehr happy, in der ersten Runde war ich 0:2-Sätze zurück, jetzt bin ich im Viertelfinale. David zu schlagen, er ist einer der besten der Welt, ist ein Traum für mich", meinte Cecchinato, der mit den Tränen kämpfen musste. In besagter erster Runde hatte sich der Italiener gegen Marius Copil erst mit 10:8 im fünften Satz durchgesetzt.

Bei den Damen sind die beiden US-Open-Finalistinnen 2017 ins Viertelfinale eingezogen. New-York-Champion Sloane Stephens fertigte die Estin Anett Kontaveit in nur 52 Minuten mit 6:2,6:0 ab und auch zuvor hatte Madison Keys gegen die Rumänin Mihael Buzarnescu beim 6:1,6:4 nur 13 Minuten länger gebraucht. Keys trifft nun auf die Kasachin Julia Putinzewa, die die als Nummer 26 gesetzte Tschechin Barbora Strycova mit 6:4,6:3 eliminierte.

Stephens trifft im Kampf um das Halbfinale auf die Siegerin des Abendmatches zwischen den Nummern zwei und 14 des Turniers, die Dänin Caroline Wozniacki oder die Russin Daria Kasatikina. Stephens und Keys hatten im vergangenen September in Abwesenheit der zum Zeitpunkt des Endspiels in Flushing Meadows gerade erst Mutter gewordenen Serena Williams für Furore gesorgt.

Williams selbst, die sich bisher bei ihrem Major-Comeback nach ihrer Babypause besser geschlagen hat, als manche glaubten, kann es den beiden Landsfrauen am Montag nachmachen. Dazu muss sie "nur" ihre tolle Serie gegen Maria Scharapowa fortsetzen. Doch die Vorzeichen sind diesmal doch etwas anders, die Chance, dass die US-Amerikanerin im Head-to-Head tatsächlich auf 20:2 stellen kann, ist geringer als sonst. "Sie ist wahrscheinlich die Favoritin", meinte denn auch Williams bei ihrem Blick auf den Achtelfinal-Schlager.

Aufgrund der Bekanntheit der beiden Stars, obwohl Serena nur auf dem überhaupt nicht repräsentativen 451. WTA-Rang liegt, wird dieses Duell natürlich mit großem Interesse erwartet. Beide Spielerinnen sind ja erstmals seit zwei Jahren wieder in Paris am Start, bei Scharapowa war die Unterbrechung aber einer Dopingsperre geschuldet. Für Scharapowa ist es nach 18 Niederlagen en suite und zuletzt 16 verlorenen Sätzen gegen Williams in Folge wohl die größte Chance, wieder einmal anzuschreiben.

Quelle: APA

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