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Dominic Thiem: "Ich bin noch nicht so gut"

Österreichs Tennisstar kann in den kommenden Tagen in Paris das Masters-Ticket fixieren. Seine Konkurrenten interessieren ihn wenig, dafür sieht er bei sich selbst weiter Luft nach oben.

Dominic Thiem: "Ich bin noch nicht so gut" SN/APA/GEORG HOCHMUTH
Dominic Thiem startet am Mittwoch ins Pariser Turnier.

Rein theoretisch haben noch sieben Spieler Chancen auf die Qualifikation für die ATP World Tour Finals in London. Realistisch gesehen macht sich aber nur ein Quartett die zwei noch offenen Startplätze beim Saisonfinale der besten acht Tennisspieler unter sich aus. Dominic Thiem nimmt heute, Mittwoch, beim Masters-1000-Turnier in Paris aus der Poleposition das Fernduell mit Marin Cilic, Tomáš Berdych und David Goffin in Angriff.

Die erste Hürde nach einem Freilos für den als Nummer sechs gesetzten Österreicher heißt Jack Sock. Der US-Amerikaner besiegte zum Auftakt Thiems Freund und Doppelpartner Philipp Kohlschreiber 6:2, 7:6(3). "Da wartet ein richtig hartes Match auf mich", weiß Thiem. Und wohl, auch wenn er selbst weiterhin nicht über London spricht, die nächste Generalprobe für das "Masters" ab 13. November. Denn es müsste schon sehr viel gegen ihn und für seine Herausforderer laufen, damit diese ihn vom aktuell 7. Platz aus den Top-8 verdrängen.

London ist zum Greifen nahe

Beinahe hätte der heuer vierfache Turniersieger und French-Open-Halbfinalist schon vor seinem ersten Match in Paris sein London-Ticket fix in der Tasche gehabt. Doch Berdych, der vergangene Woche in Wien eine Auftaktpleite kassiert hatte, zog mit einem 6:3, 3:6, 7:5 über den Portugiesen João Sousa und dem Einzug ins Achtelfinale den Kopf aus der Schlinge. Abgesehen vom komfortablen Vorsprung auf seine Verfolger kommt Thiem zugute, dass sich der aktuell groß aufspielende Basel-Sieger Cilic und Goffin in der Runde der letzten 16 gegenseitig aus dem Rennen nehmen würden.

Dass Thiem zuletzt nicht an die großteils sensationellen Leistungen der ersten Saisonhälfte anschließen konnte, will der 23-Jährige nicht an den häufiger auftretenden gesundheitlichen Problemen festmachen. "Ehrlich gesagt war es irgendwie klar, dass ich den Level nicht aufrechterhalten kann. Wenn ich es hätte können, wäre ich wahrscheinlich Top Fünf. Ich denke, ich bin noch nicht so gut. Ich hoffe, dass ich diesen Level in den kommenden Jahren erreichen kann", erklärte der stets auf sehr hohem Niveau selbstkritische Österreicher.

Thiem denkt groß, mit der Mentalität eines Champions. So zählt für ihn vorerst nur Paris und nicht London. Das kann sich aber schon in den nächsten Tagen ändern.

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