Mixed

DTM: Österreicher stehen mit leeren Händen da

Im ersten Rennen auf dem Nürburgring blieben Lucas Auer und Philipp Eng trotz guter Startplätze punktelos. Der Sieger ist immerhin Wahlösterreicher: Titelverteidiger René Rast.

Es war ein Rennen zum Vergessen für die beiden Österreicher im Deutschen Tourenwagen Masters, Lucas Auer (Mercedes) und Philipp Eng (BMW). Zwar begannen die beiden Samstag bei Sonnenschein in der Eifel von den Startplätzen vier bzw. sechs, doch die Stimmung nach dem Rennen mit den Rängen elf bzw. 16 war getrübt wie bei Regenwetter.
Auer wurde Opfer einer "aggressiven Strategie, die aber leider nicht aufging". Mit diesem Rennen wurde per Regeländerung ein Minimum-Reifendruck von 1,3 Bar verordnet, was Auswirkungen hatte. "Ich konnte trotz eines schlechten Starts anfangs Platz vier halten, musste aber früh an die Box zum Pflichtreifenwechsel und hatte im Finish zu viel Verschleiß." Der Tiroler, vor einem Jahr Sieger auf dem Nürburgring aus der Pole position, wurde im Finish von Platz sechs zurückgereicht. Noch schlimmer erging es Philipp Eng. Beim Kampf um Platz sechs touchierte er den Meisterschaftsführenden Paul di Resta (Mercedes), die Rennkommissäre sahen den Walser als Schuldigen und verhängten eine Durchfahrtsstrafe. Dennoch kämpfte Eng vom letzten Platz weiter und verbesserte sich noch um zwei Ränge.
Weil Gary Paffett Dritter hinter René Rast (Audi) und Bruno Spengler (BMW) wurde und di Resta punktelos blieb, ist der Mercedes-Routinier wieder Tabellenführer vor dem Sonntagrennen (13.30) mit acht Zählern Vorsprung auf den schottischen Markenkollegen.

Mit Rast gewann nicht nur der aktuelle Titelverteidiger, sondern auch ein Wahlösterreicher: der 31-Jährige lebt seit zwei Jahren in Lochau bei Bregenz, und sein Teamchef in der Rosberg-Mannschaft ist der halbe Salzburger Arno Zensen. Für Rast könnte der zweite Saisonsieg allerdings zu spät kommen, sein Rückstand auf Paffett beträgt 73 Punkte bei fünf ausstehenden Rennen. Bruno Spengler, Meister beim DTM-Comeback von BMW 2012, holte sein bestes Saisonergebnis - im 100. Antreten der Münchner seit der DTM-Rückkehr. Und Ex-Meister Mike Rockenfeller (Audi) punktete in seinem 150. DTM-Start immerhin als Sechster.
Tabellenstand vor dem Sonntagrennen: 1. Paffett 194, 2. di Resta 186, 3. Mortara (alle Mercedes) 138, 4. Wittmann (BMW) 122, 5. Rast (Audi) 121, 6. Glock (BMW) 119; Auer (110) fiel in der Gesamtwertung auf Platz sieben zurück, Eng (87) ist weiter Neunter. Nach dem Nürburgring geht am 22./23. September in Spielberg die vorletzte Runde der Saison in Szene.

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