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Ein Marathon, schnell wie nie

Victor Kipchirchir ist der schnellste Läufer, der je in Salzburg beim Marathon gestartet ist. Auf der flachen Strecke sind sehr gute Zeiten möglich.

Salzburgs Marathon-Topläufer Victor Kipchirchir bei seinem Sieg in Santiago de Chile 2016.  SN/go sportfotodienst
Salzburgs Marathon-Topläufer Victor Kipchirchir bei seinem Sieg in Santiago de Chile 2016.

Die Verpflichtung von Topleuten ist nicht nur in der nun anlaufenden Transferzeit im Fußball ein Thema. Auch der Salzburg-Marathon hat praktisch im letzten Abdruck einen Spitzenmann geholt. Der 31-jährige Victor Kipchirchir aus Kenia wird morgen, Sonntag (9 Uhr, Livestream auf sn.at und SN-Facebook), den Salzburger Streckenrekord jagen.

Die persönliche Bestmarke des 31-Jährigen steht bei 2:07:39 Stunden, aufgestellt 2016 in Valencia. Siege hat Kipchirchir auch schon bei Marathons in Santiago de Chile und Warschau gefeiert. "Victor ist der schnellste Marathonläufer, der je in Salzburg gelaufen ist", sagt Veranstalter Johannes Langer. "Es ist ein Glücksfall für uns, dass er nach einer Gelegenheit für einen zweiten Marathonstart in diesem Frühjahr gesucht hat." Kipchirchir war beim Vienna City Marathon Anfang April nach 30 Kilometern in der Spitzengruppe laufend ausgestiegen.

Der Salzburg-Rekord liegt seit 2013 bei 2:14:16 Stunden, aufgestellt von Kipchirchirs Landsmann Eliud Kiplagat. Die Rennstrategie wird in Absprache mit den anderen Spitzenläufern auf eine Zielzeit von 2:13 Stunden ausgelegt.

Die Salzburger Marathonstrecke kommt nicht nur wegen ihrer landschaftlichen Schönheit gut an bei den Athleten. Sie ist aufgrund ihrer flachen Beschaffenheit (nur 13 Meter Unterschied zwischen tiefstem und höchstem Punkt) auch rekordträchtig, was die vergleichsweise schnelle Durchschnittszeit der Gesamtheit aller Finisher belegt. Die Gage für einen potenziellen 2:05-Stunden-Läufer würde aber das Veranstalter-Budget sprengen. Langer investiert lieber in Qualität für die insgesamt rund 8000 Hobbyathleten, die an diesem Wochenende in Salzburg laufen.

Bei den Frauen gelten zwei Marathon-Debütantinnen als Favoritinnen: Gadise Gudisa Negese aus Äthiopien oder Julia Brugger aus Landshut (GER) dürften als Erste das Ziel beim Festspielhaus erreichen. Im Halbmarathon peilt Marco Kern (SUI/Bestzeit 1:05:57) den Sieg an, der Pinzgauer Andreas Stöckl sollte unter 1:10 Stunden ins Ziel kommen. Dort wird ihn bereits seine frisch angetraute Frau Cornelia Stöckl-Moser erwarten. Die Marathon-Staatsmeisterin geht als haushohe Favoritin in den Zehn-Kilometer-Bewerb.

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Aufgerufen am 23.05.2019 um 09:25 auf https://www.sn.at/sport/mixed/ein-marathon-schnell-wie-nie-70383544

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