Sport

Eine Woche zwischen Trauer, Zweifel und Hoffnung

was haben wir für eine Sport-Woche erleben müssen. Zuerst der überraschende Tod von Fußballikone Diego Maradona, dann am Sonntag ein Unfall beim Formel-1-Grand-Prix von Bahrain, bei dem der Franzose Romain Grosjean mit seinem Boliden in der ersten Runde in die Leitplanken krachte. Die Bilder, die den Franzosen zeigen, wie er aus dem Flammeninferno gerettet wird, gingen um die Welt. Mit Fug und Recht kann die Situation nach diesem Unfall als "Wunder von Bahrain" gewertet werden. Wie filigran die Sportwelt ist, wie eng Trauer und Jubel beieinander liegen, wurde diese Woche eindrucksvoll bewiesen. Das ist auch eine Seite des Sports. Ein Nachsatz zum Tod von Maradona: Gerhard Öhlinger hat sich rund um den argentinischen Superstar angesehen, welche Verbindungen er nach Österreich hatte.

Und da gibt es noch eine andere Seite, die uns seit Anfang des Jahres begleitet: Zweifel, dass in der Coronakrise der Sport weitergeführt werden kann. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass sich die Schlinge um internationale Sportereignisse langsam zuzieht. Das Virus scheint näher und näher zu kommen. In fast allen Bereichen schlägt Corona zu. Bei den Skispringern mussten sogar viele der Stars - darunter Stefan Kraft - beim Weltcup in Ruka passen und sich neu orientieren. Was das für die Szene und die ÖSV-Adler, die besonders vom Virus betroffen sind, bedeuten, hat sich Skisprungexperte Michael Unverdorben angesehen.

Die Zukunft ist also ungewiss, aber die Hoffnung, dass die Konzepte den Sport bis zu einem funktionierenden Impfsystem weiterführen lassen, ist groß. Doch das Geschehen in Stadien muss weitergehen. Salzburg schaut natürlich in dieser Woche auf die Champions League: Red Bull Salzburg trifft am Dienstag auswärts auf Lok Moskau - ein kleines Endspiel rund um ein noch mögliches Weiterkommen. Salzburg-Insider Alexander Bischof hat in seiner Analyse ein interessantes Detail herausgefunden: Der FC Salzburg ist eine der jüngsten Mannschaften in der Fußball-Königsklasse. Sékou Koïta,Dominik Szoboszlai oder Karim Adeyemi - zusammen nicht einmal 60 Jahre alt - haben uns immer wieder begeistert. Auf ihren Schultern liegt aber in den nächsten Wochen einige Verantwortung. Unverantwortlich ist dennoch von den Russen, dass sie während der Corona-Pandemie für dieses Spiel 8000 Zuschauer im Stadionrund zulassen werden.

Und dann ist da noch Michaela Kirchgasser. Das frühere Skiass aus Filzmoos und dreifache Teamweltmeisterin ist "Dancing Star 2020" geworden und hat viele Fans abseits der Skipisten gewonnen. Die SN-Sportredaktion gratuliert natürlich auch zum Erfolg auf dem etwas anderen Parkett. SN-Kollege Thomas Auinger hat in einem ganz speziellen Porträt ihre Vielseitigkeit aufgezeigt. Weitere Aufgaben werden kommen. Ganz sicher.

Bleiben Sie gesund und haben Sie viel Spaß beim Lesen der interessantesten Sportgeschichten!

Richard Oberndorfer

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