Sport

Endlich Start für Topathleten, Olympia-Zentren offen

Spitzensportler im Land dürfen aufatmen, ab kommender Woche ist für sie wieder Training in der gewohnten Umgebung möglich. Sowohl die Sportstätten als auch die Olympia-Stützpunkte werden dann wieder zur Verfügung stehen. Das Training in den Zentren soll durch genau festgelegte Zeitfenster für die Aktiven den Vorgaben gerecht werden, der Start erfolgt nach fünfwöchiger Pause aber schaumgebremst.

Die Schilder kommen weg, unter Auflagen darf wieder trainiert werden SN/APA/HANS PUNZ
Die Schilder kommen weg, unter Auflagen darf wieder trainiert werden

"Das ist eine große Erleichterung, ohne Wasser können wir unseren Sport nicht betreiben", sagte Schwimmerin Marlene Kahler, die wegen der Pandemie-bedingten Einschränkungen so lange wie nie zuvor in keinem Schwimmbecken war. "Wir werden von Null beginnen und langsam aufbauen", sagte die 18-Jährige, die ab Montag im BSFZ Südstadt trainieren darf.

Die fix für Tokio qualifizierte Kahler bezweifelt, ob die EM Ende August auch wirklich stattfinden kann. "Wir lassen uns deswegen nicht stressen. Wir werden vorerst nur drei Mal pro Woche trainieren, damit man keine Verletzungen riskiert. Mein Fixtermin sind die Olympischen Spiele 2021, bis dahin muss alles klappen", meinte die Kraul-Spezialistin.

Auch die Wildwasserkanuten mussten sich zuletzt mit Trockentraining begnügen. Doch Montagnachmittag geht es im Wiener Wildwasserkanal für die Olympia-Starter Viktoria Wolffhardt, Nadina Weratschnig, Felix Oschmautz los. "Das Training ist auf sieben Heeressportler beschränkt und wird unter strenger Einhaltung der Vorgaben ablaufen, eventuell gestaffelt", kündigte Nationaltrainer Helmut Oblinger gegenüber der APA an. Weil ein konkretes Saisonziel fehle, werde man an den Grundlagen arbeiten.

Dominic Thiem und seine Kollegen dürfen ab 20. April wieder die Tennisplätze in der Südstadt nutzen, den Golf-Assen Bernd Wiesberger und Matthias Schwab stehen wie auch den Hobbyspielern ebenfalls die Plätze wieder offen. Bevor sie aber auch wieder Turniere bestreiten können, werden wohl noch mehrere Monate vergehen.

Im Olympia-Stützpunkt Innsbruck, wo neben zahlreichen Wintersportlern unter anderen auch Judoka und Sportschützen trainieren, musste die Öffnung erst mit der Universität abgeklärt werden, zu der der Campus Sport gehört. "Vorrang beim Training haben zunächst jene, die für Tokio qualifiziert sind und die noch Chancen haben", kündigte der Sportliche Leiter Christian Raschner an. "Es werden in Abstimmung mit den Verbänden Time Slots verteilt über den ganzen Tag vergeben, damit jeweils nur wenige Athletinnen und Athleten anwesend sind."

Die Freigabe der Sportanlagen betrifft vorerst nur die kleine Gruppe der Top-Sportlerinnen und -Sportler - eine genaue Definition dieses Kreises stand Donnerstagmittag noch aus. "Es ist wichtig, dass man das definiert, denn bei uns läuft das Telefon heiß. Auch die Landeskader-Athleten glauben, dass sie gleich drankommen", sagte Arno Arthofer, der Leiter des Olympia-Stützpunktes Kärnten in Klagenfurt.

Quelle: APA

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