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Este Taaramäe verliert nach Sturz Vuelta-Führung

Ein Massensturz hat am Mittwoch auf der fünften Etappe der Vuelta einen neuen Gesamtführenden gebracht. Der Este Rein Taaramäe verlor das Rote Trikot, weil er in den Vorfall rund 12 km vor dem Ziel involviert war. Obwohl das Feld das Tempo kurz drosselte, büßte der 34-Jährige am Ende 2:21 Minuten ein. Neuer Spitzenreiter ist der bisher zweitplatzierte Franzose Kenny Elissonde, der nun fünf Sekunden vor dem slowenischen Titelverteidiger und Topfavoriten Primoz Roglic führt.

Der Belgier Jasper Philipsen bejubelt seinen zweiten Tagessieg SN/APA/AFP/JOSE JORDAN
Der Belgier Jasper Philipsen bejubelt seinen zweiten Tagessieg

Den Tagessieg nach 184,4 flachen Kilometern von Tarancon nach Albacete, seinen zweiten bei der 76. Auflage der Spanien-Radrundfahrt, holte sich Jasper Philipsen. Der Belgier, Teamkollege des Österreichers Tobias Bayer bei Alpecin, setzte sich im Sprint vor dem Niederländer Fabio Jakobsen durch. Dieser hatte am Vortag seinen ersten großen Sieg nach einem Horror-Sturz im Vorjahr bei der Polen-Rundfahrt, nach dem er zwei Tage im künstlichen Koma gelegen war, gefeiert.

Die Oberösterreicher Felix Großschartner und Bayer kamen als 26. und 42. zeitgleich mit dem Sieger im Hauptfeld ins Ziel und befinden sich auch in der Gesamtwertung in Schlagdistanz zur Spitze. Bayer ist bei seiner ersten Grand Tour mit 1:44 Minuten Rückstand 20., der Vorjahrs-Neunte Großschartner liegt nur acht Sekunden dahinter auf Rang 26. Sein Bora-Helfer Patrick Gamper spielt in der Gesamtwertung keine Rolle.

Das Rennen verlief trotz Windes lange sehr ruhig, ehe sich im Vorderfeld des Pelotons der folgenschwere Sturz ereignete. Mehr als ein Dutzend Fahrer lagen am Boden, die Straße war für nachfolgende Athleten kurzfristig blockiert. Taaramäe kam nicht mehr ans Feld heran. Schlimm erwischte es auch den Franzosen Romain Bardet. Der Kapitän des Teams DSM erreichte das Ziel mit zerfetztem Trikot und 12:32 Minuten Rückstand und muss wohl alle Hoffnungen auf eine gute Gesamtplatzierung begraben.

In einer guten Position befindet sich dagegen Roglic, der mit seinem Team Jumbo-Visma den dritten Vuelta-Sieg in Serie im Visier hat. Auf der sechsten Etappe am Donnerstag müssen die Favoriten auf den Gesamtsieg allerdings erneut wachsam sein. Nach 158,3 Kilometern von Requena auf die Alto de la Montana de Cullera steht eine kurze, aber steile Bergankunft auf dem Programm. Die Spanien-Rundfahrt endet am 5. September mit einem Einzelzeitfahren in Santiago de Compostela.

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