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Favoritensieg bei Hitzeschlacht in Zell am See

30.000 Zuschauer bejubelten den Erfolg von Triathlon-Star Vanhoenacker beim Ironman 70.3.

Favoritensieg bei Hitzeschlacht in Zell am See SN/getty images europe
Marino Vanhoenacker triumphierte beim Ironman 70.3 in Zell am See.

1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer auf dem Rad und 21,1 Kilometer Laufen. Das waren die Zutaten für die 6. Auflage des Ironman 70.3 am Sonntag in Zell am See. Für viele der 2500 Triathleten wurde dies bei rund 30 Grad Celsius zur Schwerstarbeit, für Lukas Hollaus sogar zur unmöglichen Mission. Während der Lokalmatador auf der Laufstrecke von Muskelproblemen geplagt aufgeben musste, feierte Topfavorit Marino Vanhoenacker seinen zweiten Sieg nach 2014.

Angetrieben von 30.000 Zuschauern rund um den Zeller See sowie entlang der Radstrecke zwischen Taxenbach, Dienten, Maria Alm und zurück nach Zell am See ließ der 40-jährige Belgier die Konkurrenz einmal mehr alt aussehen. Nach dem Schwimmen war Vanhoenacker, im rot-weiß-roten Sandwich zwischen Hollaus und Paul Reitmayer Fünfter. Auf dem Rad übernahm er dann die Führung, die er im abschließenden Halbmarathon souverän verteidigte. "Ich liebe die Wettkämpfe in Österreich. Dieser Sieg war ein ganz spezieller für mich. Ein wunderbares Rennen, ich komme wieder", jubelte Vanhoenacker.

Für Hollaus war da der Arbeitstag unfreiwillig schon länger beendet. Nach einem starken Schwimmen machten sich beim Niedernsiller, der sich mit einer starken Leistung für die verpasste Olympiaqualifikation entschädigen wollte, aber schon auf dem Rad körperliche Probleme bemerkbar. Hollaus verlor Platz um Platz und musste zu Beginn des Halbmarathons wie der Vorarlberger Mitfavorit Paul Reitmayer aufgeben. "Ich hatte starke Schmerzen und konnte nicht einmal mehr auf dem Sattel sitzen. Das ist sehr, sehr bitter für mich, denn es hat so gut begonnen", erklärte ein enttäuschter Hollaus.

Bei den Frauen siegte die Finnin Kaisa Lehtonen. Kamila Polak wurde - mit einem Respektabstand von 28 Minuten - als beste Österreicherin Fünfte. Aber auch die Veranstalter strahlten. "Das Triathlon-Wochenende hat einen traumhaften Höhepunkt erlebt. Die noch nie da gewesene Rekordkulisse von 30.000 Zuschauern hat unsere Erwartungen übertroffen", resümiert Renate Ecker, Tourismusdirektorin von Zell am See-Kaprun.

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