Mixed

Fechten: Trio auf dem Weg zur Spitze

Oktavia Podstatzky, Julia Eistert und Lilli Brugger gehen nicht nur in dieselbe Schule. Die drei verbindet auch die Liebe zum Fechtsport. Sie zählen zu den großen Nachwuchshoffnungen.

Lilli Brugger. SN/sw/slfv/thomas kaserer
Lilli Brugger.

Für die Salzburger Fechterinnen und Fechter gibt es auch vor Weihnachten kaum Zeit zum Verschnaufen. Täglich stehen Trainings im Fechtzentrum im Unterflurbereich der HAK in Lehen auf dem Programm. Auch an diesem Montagabend. Die beiden Verbandstrainer Floriano Guizzardi und Moritz Hinterseer kümmern sich um ihre Schützlinge, die sie behutsam an die Profis heranführen.

Drei der hoffnungsvollsten Nachwuchsfechterinnen besuchen das Schul Sport Modell in Nonntal. Die Jüngste im Bunde ist Julia Eistert. Die 15-Jährige geht in die sechste Klasse des Gymnasiums, wo sie Sport und Schule perfekt miteinander verbinden kann. Die Leopoldskronerin kam durch den Film "Ein Zwilling kommt selten allein" zum Fechtsport. "Darin gab es eine kurze Fechtszene, die mich fasziniert hat. Danach haben meine Eltern und ich recherchiert, wo man fechten kann und sind dann auf den Salzburger Fechtverein gestoßen", erinnert sie sich. Das war vor sieben Jahren. Die Kadettin sorgte im heurigen Jahr für Aufsehen, als sie ein größeres Turnier in Linz sowohl in der Kategorie der Kadettinnen als auch der Juniorinnen gewonnen hat. "Das war schon was Spezielles, weil es eines meiner ersten Turniere war und ich da gleich gegen ältere Fechterinnen antreten musste", erklärt die 15-Jährige. In den kommenden fünf Jahren will sie zu den Top-Fechterinnen in Österreich zählen. "Ein Traum wäre natürlich irgendwann die Teilnahme an Olympia." Im Jänner findet die Qualifikation für die Europameisterschaft in Sotschi und jene für die Weltmeisterschaft in Verona statt.

Ebenfalls zur WM und zur EM will Oktavia Podstatzky. Die 16-Jährige übersiedelte in diesem Sommer von Wels nach Salzburg. "Ich will auf internationalem Niveau fechten, deswegen bin ich nach Salzburg gewechselt. Der Wechsel war anfangs hart, aber die richtige Entscheidung." Die Oberösterreicherin besucht die siebte Klasse und wohnt in einem Studentenheim. Sowohl Oktavia Podstatzky als auch ihre Kollegin Julia Eistert sind von ihrem Trainer Moritz Hinterseer begeistert. "Man merkt, dass er jahrelang an der Weltspitze war. Er ist jederzeit für uns da, auch wenn es mal nicht so läuft wie gewünscht", erzählen die beiden Kolleginnen.

Die wohl meiste Routine in diesem Dreierverbund hat Lilli Brugger. Die 17-jährige Grödigerin kann auf eine sehr gute Saison zurückblicken. Mehrere Top-Platzierungen bei internationalen Ranglistenturnieren stehen zu Buche. Zudem schaffte die SSM-Schülerin vorzeitig die Qualifikation für die WM und die EM. Im Gegensatz zu ihren Vereinskolleginnen Oktavia Podstatzky und Julia Eistert tritt Lilli Brugger bei den Juniorinnen an. "Ein konkretes Ziel für die beiden Turniere habe ich mir nicht gesetzt. Es ist schon toll, dass ich vorzeitig die Qualifikation geschafft habe", so die 17-Jährige.

Im kommenden Jahr steht für Lilli Brugger die Matura im SSM auf dem Programm. Danach würde die Fechterin am liebsten ins Heeressportzentrum wechseln. "Es ist nicht einfach, dort einen Platz zu bekommen" sagt sie. Sportlich gesehen sind die Olympischen Spiele ihr großes Ziel. Entweder 2020 in Tokio oder 2024 in Paris.

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